Konstanzer Blätzlebuebe-Zunft e.V.

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08.12.2017, 19:00 Uhr
Vollmondbar (Zunft)

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Unser Brauchtum

Brauchtum ist für uns nicht nur ein leeres Wort, sondern es ist gelebte Tradition. Diese ist aber nicht in Stein gemeisselt, sondern muss sich auch im Laufe der Jahre weiter entwickeln. Im Folgenden finden sich die wichtigsten Elemente unsere Konstanzer Fasnacht und der Aktivitäten unserer Zunft.

Unsere Narrensprüche

Narro, Narro siebo si
"Narro,Narro siebo si,
siebo Narro sind es gsi,
Hond der Muetter Küechle gschtohle,
gimmer au, Haberstrauh,
Suerkruut, füllt de Buebe d'Hut us,
und de Mädle d'Mäge,
und de alte Wieber d' Pelzkrago!
Narro, Narro, Gigeboge
Wa de sescht isch all's verloge!
Narro, Narro, Lenzio !"

Blätzlebuebe-Ruf (seit 1952)
"Blätzlebuebe eins, zwei,drei,
Gond vum erste Hahneschrei
Gässle uff und Gässle ab,
Klopfed alle Winkel ab,
Strähled Mädle, Wieb und Ma',
Strähled alle drum und dra'.
Sufed wa no kunnt dezue
Narro, Narro Blätzlebue!"

Vögele Beck
"In de Hüetlinstroß am Eck,
do wohnt de Vögele Beck.
Der streckt de Arsch zum Fenschter raus,
me mont es wär en Weck.
Es isch kon Weck, es isch kon Weck,
es isch de Arsch vom Vögele Beck.
Kummt ä Mädle glaufe,
will des Weckle kaufe.
Es isch kon Weck, es isch kon Weck,
es isch de Arsch vom Vögele Beck."

Vor der Fasnacht

Narrentreffen
Die Blätzlebuebe laufen in der Regel bei 2 Narrentreffen der VSAN pro Jahr an Umzügen mit. Bei diesen Umzügen und dem Umzug am Fasnachtssonntag ist eine gewisse Umzugsordnung zu beachten und einzuhalten:
1. Polizeiblätz
2. Standarte
3. Ratsblätz
4. Laternentanzgruppe
5. Eltern mit Kinderwagen (Haube auf)
6. Büeble-FZ
7. Blätz und Hansele
8. Fanfarenzug

Blätzleball (seit 1950)
Der Blätzleball findet im Saal statt. Der erste Austragungsort war die "Obere Sonne". Es folgten "Victoria", Bilgerstuben", "Barbarossa" und "St. Johann". Im Jahr 2000 fand der Ball im "Stefanshaus" statt. In neuerer Zeit steht er unter einem Motto.

Butzenlauf
Teilnahme am Nachtumzug der "maskentragenden Zünfte", der derzeit am Mittwochabend vor dem Schmutzige Dunschdig stattfindet. Der Butzenlauf findet seit 1983 statt und wird von der „Gemeinschaft der maskentragenden Vereine und Zünfte Konstanz e.V." veranstaltet.

Schmutzige Dunschdig

Traditionelles Wecken am Schmutzige Dunschdig
Der Schmutzige Dunschdig, der Haupttag der Konstanzer Fasnacht, beginnt bei den Blätzlebuebe - wie bei vielen anderen Zünften der Stadt - mit dem Wecken. Unterstützt durch den "Lärm" des Fanfarenzuges und begleitet von "Ho Narro" Rufen ziehen die Blätzlebuebe durch einen Teil der Altstadt und Stadelhofens. Ein kleiner Halt wird beim "Vögelebeck" eingelegt, um den alten Brauch des Heischens abzuhalten. Nach dem Aufsagen des Narrensprüchles "In de Hüetlinstroß am Eck"... " (siehe oben), der die Herausgabe von Bretzeln bezweckt und erreicht, geht der Umzug weiter. Am Schnetztor wird der Troß von der Stadtwache erwartet. Der krönende Abschluß des Weckens ist der Laternentanz auf dem Blätzleplatz.

Laternentanz (seit 1938)
Der Laternentanz wird am Schmutzige Dunschdig nach dem Wecken und vor dem Verbrennen am Abend des Fasnachtsdienstag aufgeführt. Auch bei Narrentreffen ist er bei Brauchtumsvorführungen zu sehen.

Schülerbefreiung
Die Blätzlebuebe befreien diverse Schulen und Einrichtungen. Anders als in anderen Fasnachtsorten liegt die Hauptlast nicht auf einer Zunft, sondern ist auf mehrere Zünfte verteilt.

Motto
Seit 1963 werden die närrischen Aktivitäten der Blätzlebuebe am Nachmittag des Schmutzigen Dunschdig unter ein bestimmtes Motte gestellt. Dabei wird oft von dem „Rügerecht" der Narren gebraucht gemacht und wichtige Themen des Stadtgeschehens des vergangenen Jahres auf die Schippe genommen. Unvergessene Mottoveranstaltungen waren z.B. das heute wieder sehr aktuelle Theme der „"Bodensee-Symphonie-Or-Cash-Ter" (1993) oder der Bau des "Blätzlebrunnen auf dem Obermarkt" (1966).

Hemdglonkerumzug
Teilnahme der Schüler am Zug der Hemdglonker durch die Altstadt. Der Umzug findet traditionell am Schmutzige Dunschdig statt und wird von der "Niederburg, Große Konstanzer Narrengesellschaft von 1884 e.V." organisiert.

Fasnachtssontag und Fasnachtsmontag

Fasnachtssonntagsumzug
Der große Umzug der Konstanzer und befreundeter Zünfte, dazu kommen noch sehr viele "freie" Gruppen in meist sehr originellen Verkleidungen. In der Regel wird dieser Umzug von den Blätzlebuebe angeführt. Der Umzug wird von den „Vereinigten Narrengesellschaften Konstanz" organisiert.

Kinderumzug und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen (seit 1962)
Am Fasnachtsmontag findet ein Kinderumzug statt, der von Stephansplatz durch die Altstadt zur Marktstätte führt. Dort findet seit 1962 am Kaiserbrunnen das Wurstschnappen statt. Der Narrensamen wird mit Gutsele, Wurst und Bretzel beschenkt. Für alle Kinder ist es ein grosses Vergnügen die an einer Angel hängenden Würsten zu schnappen

Fasnachtsdienstag

Konstanzer Goschete (seit 2001)
Goschen ist das Konstanzer Wort für Schimpfen. Dieser Brauch gibt jedem die Möglichkeit in verbaler Form seinem Ärger Luft zu machen. Der Goscher kann frei von der Leber weg sein Anliegen vortragen. Es sollten dabei aber die allgemein üblichen Regeln der Narretei eingehalten werden. Die "Konstanzer Goschete" findet am Fasnachtsdienstag am Obermarkt statt.

Fasnacht Verbrennen (seit 1959)
Zum Ausklang der Fasnacht 1959 wurde am Fasnachtsdienstag um 24 Uhr vom Blätzlevatter auf dem Obermarkt erstmals eine Strohpuppe verbrannt, ein Brauch, der nach einer Unterbrechung zwischen 1962 und 1968 erst an der Fasnacht 1969 in wesentlich größerem Rahmen wieder aufgenommen wurde. Die bis 1969 gepflegte, etwas makabre Form der Fasnachtsbeerdigung am Dienstag durch das Hinablassen eines kleinen Glassarges mit dem "Märte" in den Keller des Zunftlokals "Roter Knopf" erschien nicht mehr närrisch genug. Statt dessen wurde ein überlebensgroßer Blätz, der in seinem Innern eine riesige Anzahl von Knallkörpern barg, gebaut. Dieser Riesenblätz wurde abends am Blätzleplatz angezündet. Fast eine halbe Stunde lang flogen die Knallfrösche und Heuler den vielen Zuschauern krachend, zischend und pfeifend um die Ohren, bis nur noch ein Häufchen Asche von der Figur übrigblieb. Bis 1973 wurde vom "Verbrennen des Märte", danach vom Verbrennen der Fasnacht gesprochen. Dieser Brauch wird bis zum heutigen Tage gepflegt.

 

Herzlichen Dank an unsere Förderer