Konstanzer Blätzlebuebe-Zunft e.V.

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06.10.2017, 20:00 Uhr
Vollmondbar (Zunft)
10.11.2017, 19:00 Uhr
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Die Chronik der Zunft

2011-2014

 

Zum 2. Mal ein Grosses Narrentreffen in Konstanz

   
2014  13.12.2014: Weihnachtsfeier im Vereinsheim des DSMSC mit den Engele
14.11.2014: Landschaftssitzung im Schnetztor
11.10.2014: Herbstarbeitstagung der VSAN in Möhringen
20.09.2014: Ratsausflug in den Kaiserstuhl mit Stocherkahnfahrt im Taubergiessen; Hotel in Bad Krotzinge (zweitägig)
07.06.2014: 22. Schnetztorfest mit einem Bilderrückblick auf 80 Jahre Blätzlebuebe-Zunft
10.05.2014: 37. Tafel der Turmherren im Schnetztor mit Kunsthistoriker/Autor H. Gerlach (Vortrag über das Konzil in KN)
10.05.2014: Besuch der Räbegäuggel aus CH-Baar im Schnetztor
26.04.2014: Landschaftssitzung in Markdorf
04.03.2014: 14. Goschete am Obermarkt; Verbrennung am Blätzleplatz
03.03.2014: Kinderumzug, Wurstschnappen am Kaiserbrunnen, Kinderunterhaltung
02.03.2014: Fasnetssonntagsumzug der VKN in Konstanz
26.02.2014: 32. Butzenlauf der GDMVZ 2014 in Konstanz
25.02.2014: 11. Neumitgliederempfang im Schnetztor
23.02.2014: Fasnachtsumzug in Kreuzlingen - Kreuzlinger Fasnachts Parade
22.02.2014: Kinderball und Blätzleball mit der Froschenkapelle Radolfzell in der Wollmatinger Halle
09.02.2014: NT in CH-Willisau (eintägig)
26.01.2014: Landschaftstreffen "Schwarzwald" 2014 in Hausach (zweitägig)
18.01.2014: MV der KBBZ in der HTWG
11.01.2014: Hauptversammlung der VSAN 2014 in Gengenbach (zweitägig)

2013

14.12.2013: Weihnachtsfeier im Vereinsheim des DSMSC
12.10.2013: Herbstarbeitstagung der VSAN in CH-Unterägeri
29.09.2013: Ratsausflug ins Altmühl-/Donautal
01.06.2013: 21. Schnetztorfest mit Bildern von Edith Probst
05.05.2013: Narrenschopffest in Bad Dürrheim; Ausrichter: Landschaft Bodensee-Linzgau-Schweiz
08.05.2013: 36. Tafel der Turmherren im Schnetztor; Vortrag: Bruno Epple
27.04.2013: Besuch der Mundarttage in Bad Cannstatt
12.02.2013: 13. Goschete am Obermarkt; Verbrennung am Blätzleplatz
11.02.2013: Zunftumzug; Wurstschnappen am Kaiserbrunnen; Kinderunterhaltung
10.02.2013: Fasnachtssonntagsumzug in Konstanz
06.02.2013: 31. Butzenlauf in Konstanz
05.02.2013: 11. Neumitgliederempfang
03.02.2013: Landschaftstreffen „Donau“in Ehingen
01.02.2013: Blätzleball in der Wollmatinger Halle mit der Froschenkapelle aus Radolfzell
27.01.2013: Hochrhein Narrentreffen der fünf Waldstädte in Laufenburg (zweitägig)
12.01.2013: Nachtumzug in Allensbach
12.01.2013: Hauptversammlung der VSAN in Meßkirch
06.01.2013: Mitgliederversammlung in der HTWG
2012 15.12.2012: Weihnachtsfeier im Hohenegg
13.10.2012: Herbstarbeitstagung der VSAN in Tiengen
30.09.2012: Ratsausflug in die Umgebung von Lenzkirch-Kappel (dreitägig)
15.09.2012: Helferfest in der Petershausener Halle
13.07.2012: Besuch bei Ministerpräsident Kretschmann in der Villa Reitzenstein
26.06.2012: Besuch bei der Poppele-Zunft in Singen
02.06.2012: 20. Schnetztorfest mit einem Rückblick zum Großen Narrentreffens von Uli Topka
12.05.2012: 35. Tafel der Turmherren im Schnetztor; Vortrag: Tobias Bücklein
21.02.2012: 12. Goschete am Obermarkt; Verbrennung am Blätzleplatz
20.02.2012: Zunftumzug; Wurstschnappen am Kaiserbrunnen; Kinderunterhaltung
19.02.2012: Fasnachtssonntagsumzug in Konstanz
15.02.2012: 30. Butzenlauf in Konstanz
12.02.2012: Landschaftstreffen „Donau“in Sigmaringen
09.02.2012: Blätzleball im „Haus zum hl. Stephan“
07.02.2012: 10. Neumitgliederempfang
22.01.2012: 23. Großes Narrentreffen der VSAN in Konstanz (dreitägig)
07.01.2012: Hauptversammlung der VSAN in Tettnang
06.01.2012: Mitgliederversammlung in der HTWG
2011 10.12.2011: Weihnachtsfeier im Hohenegg
16.10.2011: Ratsausflug nach München und Umgebung; Raisting; Kloster Andechs
14.10.2011: Besuch bei der Narrenzunft Markdorf; Verabschiedung ZM Otto Gäng
08.10.2011: Herbstarbeitstagung der VSAN in Säckingen
04.06.2011: 19. Schnetztorfest mit Bilderausstellung von Gabi Steuckens
14.05.2011: 34. Tafel der Turmherren im Schnetztor; Vortrag: Roland Botlang
08.03.2011: 11. Goschete am Obermarkt; Verbrennung am Blätzleplatz
07.03.2011: Zunftumzug; Wurstschnappen am Kaiserbrunnen; Kinderunterhaltung
06.03.2011: Fasnachtssonntagsumzug in Konstanz
02.03.2011: 29. Butzenlauf in Konstanz
25.02.2011: Blätzleball im Haus zum hl. Stephan
22.02.2011: 9. Neumitgliederempfang
20.02.2011: Hochrhein Narrentreffen der fünf Waldstädte in Tiengen (zweitägig)
06.02.2011: Landschaftstreffen „Oberschwaben-Allgäu“ in Baienfurt
22.01.2011: Narrenpalast in der Wollmatinger Halle mit der Froschenkapelle (Veranstalter: FZ)
15.01.2011: Hauptversammlung der VSAN in Furtwangen
06.01.2011: Mitgliederversammlung in der HTWG

2001-2010

Auf dem Weg ins neue Jahrtausend

   
2010 11.12.2010: Weihnachtsfeier in Rolf‘s Rheingutstüble
09.10.2010: Herbstarbeitstagung der VSAN in Saulgau
19.09.2010: Ratsausflug in den Südschwarzwald
05.06.2010: 18. Schnetztorfest mit Comic-Ausstellung von Sammler und FZ-Mitglied Thorsten Brümmel
08.05.2010: 33. Tafel der Turmherren im Schnetztor
16.02.2010: 10. Goschete am Obermarkt; Verbrennung am Blätzleplatz
15.02.2010: Zunftumzug; Wurstschnappen am Kaiserbrunnen; Kinderunterhaltung
14.02.2010: Fasnachtssonntagsumzug in Konstanz
10.02.2010: 28. Konstanzer Butzenlauf
09.02.2010: 8. Neumitgliederempfang
05.02.2010: Blätzleball im „Haus zum hl. Stephan“
31.01.2010: Landschaftstreffen „Hegau“ 2010 in Singen; 150 Jahre Poppelezunft
17.01.2010: Landschaftstreffen „Bodensee-Linzgau-Schweiz“in Siebnen/Schweiz (zweitägig)
09.01.2010: Hauptversammlung der VSAN in Immendingen
06.01.2010: Mitgliederversammlung in der HTWG
2009 12.12.2009: Weihnachtsfeier
07.11.2009: 32. Tafel der Turmherren im Schnetztor; Vortrag: Tobias Bücklein
25.10.2009: Herbstarbeitstagung der VSAN in Ehingen
27.09.2009: Ratsausflug nach F-Straßburg und Gengenbach (zweitägig)
13.06.2009: Besuch bei Klaus Danner im Südschwarzald
06.06.2009: 17. Schnetztorfest mit Eisenbahnausstellung (Martin Seidemann, Gerhard Englisch)
24.02.2009: 9. Goschete am Obermarkt; Verbrennung am Blätzleplatz
23.02.2009: Zunftumzug; Wurstschnappen am Kaiserbrunnen; Kinderunterhaltung
22.02.2009: Fasnachtssonntagsumzug in Konstanz
22.02.2009: Empfang zum 75. Zunftjubiläum im Landratsamt
18.02.2009: 27. Konstanzer Butzenlauf
18.02.2009: Erstinstallation Schnetztorbanner
15.02.2009: Landschaftstreffen „Donau“ 2009 in Stetten a.k.M.
13.02.2009: Blätzleball im „Haus zum hl. Stephan“
10.02.2009: 7. Neumitgliederempfang
07.02.2009: Nachtumzug in Allensbach
25.01.2009: Europäisches Narrenfest 2009 in Bad Cannstatt (zweitägig)
17.01.2009: Hauptversammlung der VSAN in Konstanz
06.01.2009: Mitgliederversammlung in der HTWG; Werner Bauer präsentiert neue Bände der FZ-Chronik
06.01.2009: Fasnachtausrufen in Konstanz
2008

Traditionell wurde die Fasnacht am Dreikönigstag unter Beteiligung unseres Fanfarenzugs und einiger Hästräger ausgerufen. Um 18 Uhr startete der Umzug am Schnetztor. Da der Schmutzige Donnerstag dieses Jahr schon am 31. Januar ist, wurde unser Programm etwas gerafft. Aus diesem Grund haben wir unsere Mitgliederversammlung schon auf den Dreikönigsabend gelegt. Wie schon seit mehreren Jahren fand die Versammlung in der Fachhochschule (HTWG) statt. Ein Höhepunkt in diesem Jahr war die Auszeichnung verdienter Blätz mit den Ehrenabzeichen der VSAN durch das Präsidiumsmitglied Heinz-Peter Lauinger. Wie jedes Jahr fand am Samstag des ersten Juniwochenendes das Schnetztorfest statt. Begleitet wurde das Fest von einer Bilderausstellung unseres Ehrenrates Wolfgang Gollwitzer. Einen besonderen Farbtupfer verlieh der Veranstaltung die Narrenzunft Rangendingen, die mit einer großen Abordnung nach Konstanz gereist war und uns eine "Zunftuhr" als Präsent mitbrachte. Beim 2. Narrengrümpelturnier der Giraffen am 15. Juni im Schwaketental durften wir auch nicht fehlen. Narrenrat, FZ und Freunde bildeten ein siegreiches Team. Gleich beim ersten Auftritt der Zunft ließen wir 20 Mannschaften hinter uns und holten den Pokal. Hinzu kam, daß neben dem Spiel der Spaßfaktor nicht zu kurz kam.

Im Juni trat Narrenrat Frank Jehle aus persönlichen Gründen als Rat zurück. Am 7. Juli stimmte der Narrenrat über die Bewerbung für das "Große Narrentreffen der VSAN" in Konstanz ab. Als Ergebnis stand die Bewerbung für dieses Großereignis in Konstanz fest.

2007 folgt noch
2006 folgt noch
2005

Wieder einmal lähmt die Welt eine Katastrophe. In Südasien fordert am zweiten Weihnachtsfeiertag des Vorjahres eine Tsunami (Springflut nach einem Seebeben) zehntausende Tote. Unter ihnen sind auch viele deutsche Urlauber. Von der Presse wird die Diskussion angefacht, ob in einer solchen Zeit Fasnacht gemacht werden soll. Mit großer Mehrheit sprechen sich die Narren für die Fasnacht aus, da sie nicht ein x-beliebiges Fest ist, sondern ein altes Brauchtum, das fest im Jahreskreis verankert ist. Das eine tun und das andere nicht lassen. Mit diesem Slogan wird auf der einen Seite der Flutopfer gedacht und Spenden gesammelt, auf der anderen Seite feiern wir unsere Fasnacht.

Die Blätzlebuebe starten am 6. Januar (Dreikönig) in die Fasnacht 2005 mit einem kleinen Paukenschlag. Nach der öffentlichen Eröffnung durch die Alt-Konstanzer Hansele, die die Fasnacht ab 18 Uhr an mehreren Plätzen der Altstadt ausrufen, findet um 19:30 Uhr im Uhrengeschoss des Schnetztors die Vernissage zur Ausstellung "Konstanzer Hansele" statt. Eine unter Regie von Ulrich Topka zusammengetragene Ausstellung, die zum Teil 150 jährige Hanselehäser zeigt und anhand von Dokumenten die Geschichte des Hansele darlegt, wird mit einem einführenden Vortrag von Peter Längle und Ulrich Topka eröffnet. Eine Besonderheit während der Vernissage sind drei Ratsbücher (von 1548, 1608 und 1616) aus dem Stadtarchiv der Stadt Konstanz, die mit Hanselezeichnungen geschmückt wurden. Die Hanseleausstellung ist vom 10. Januar bis zum 7. Februar in Schaufenstern des Kaufhauses Karstadt zu sehen. Eine Begleitbroschüre wurde in einer Auflage von 100 Stück von den Machern der Ausstellung gefertigt, damit der derzeitige Forschungsstand auch für spätere Generationen erhalten wird.

Die Hauptversammlung der VSAN findet am 8. Januar in Bräunlingen statt. Es sind dabei ZM Andreas Kaltenbach und Alex Kaltenbach, Betriebi Walter Bialoncig und seine Frau Heike, Uli Topka und Gudrun Knab-Topka, Horst und Ruth Trempa, Werner Bauer, Rolf Grötsch, Martin Seidemann und Ehrenrat Roland Sauter. Der frühe Morgen klingt mit einem gemütlichen Frühstück im Hotelzimmer (Hotel Ochsen in Donaueschingen) von Walter und Heike aus. Als Geschenk wird der Zunft vom Gastgeber ein Erinnerungsteller überreicht.

Die Mitgliederversammlung der Zunft ist am 14. Januar in der Mensa der Fachhochschule. Der sich seit 1978 im Amt befindende Schriftführer der Zunft, Wolfgang Gollwitzer, wird in den närrischen Unruhestand verabschiedet. Er war fast 30 Jahre Narrenrat und hat in dieser Zeit eine riesige Menge an Protokollen gefertigt. Daneben war er für das Bildarchiv zuständig und ist auch heute noch mit seiner Kamera unterwegs. Seit vielen Jahren wird in den Geschäfträumen von Wolfgang kurz vor Silvester der Hahneschrei verpackt. Dabei sorgen die Gollwitzers auch immer für das leibliche Wohl der Arbeiter. Wir hoffen, dass dies noch lange so weitergeht.

2004 Am Morgen des Dreikönigtages fährt eine kleine Gruppe des Narrenrates zum Männerfrühschoppen der Narrizella Ratoldi. Der Beginn der schwäbisch-alemannischen Fasnacht in Konstanz wird durch das Ausrufen der Fasnacht am 06.01. unter Regie der Alt-Konstanzer Hansele veranstaltet. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Fanfarenzug der Blätzlebuebe. Die Hauptversammlung der VSAN findet in Laufenburg/Baden statt. Die Mitgliederversammlung der Zunft ist am 9. Januar. Als Ort hat sich die Mensa der Fachhochschule bewährt. Im Laufe der Veranstaltung wird der Zunft ein Bild des bekannten Künstler ??? überreicht.
2003

Der Beginn der schwäbisch-alemannischen Fasnacht in Konstanz wird durch das Ausrufen unter Regie der Alt-Konstanzer Hansele veranstaltet. In diesem Jahr sind nicht mehr schweizer Trommler und Pfeiifer für die musikalische Umrahmung zuständig, sondern der Fanfarenzug der Blätzlebuebe. Am 11.01. reiste eine große Abordnung der Räte samt Frauen zur Hauptversammlung der VSAN nach Tettnang. Wesentlicher Punkt war die Einsetzung einer Strukturkommision, die die Neugliederung der Landschaften vorbereiten soll. Am Abend fand ein grandioses Fest im Montfortschloß statt. Der Eintrittspreis beinhaltete zu ersten Mal sowohl die Unterhaltung als auch die Speisen und Getränke. Die zentrale Lage unserer Unterkunft (Hotel Bären) erlaubte uns einen problemlosen Hin- und Nachhauseweg. Die Tagung endete am 12.01. mit dem Zunftmeisterempfang im Zunfthaus. Die Mitgliederversammlung findet erstmals in der Mensa der Fachhochschule statt. Endlich gibt es genügend Platz für unsere Zunftmitglieder. Im Verlauf der Veranstaltung werden die neu gewählten Räte Markus Häring und Martin Seidemann mit den Ratsutensilien ausgestattet. Eine Gruppe des Büeble-FZ bereichert den Abend durch einen Show-Tanz. Martin Seidemann, der erste Narrenrat aus der Laternentanzgruppe, wird vom LT in einer kleinen Zeremonie geehrt. Am 22.03. fuhren Peter Längle und Uli Topka nach Wangen im Allgäu. Dort tagten am Morgen die Brauchtumsbeauftragten der VSAN. Das Hauptthema war "Fasnacht im Unterricht". An Nachmittag war die Versammlung des Vereins Narrenschopf. Hauptthema hier waren die Finanzen (bzw. das fehlende Geld) und die Wahl von Doris Laubis zur Geschäftführerin. Die Tagungen fanden in der Wangener Stadthalle statt. Die jährliche Schnetztorputzaktion fand am 12.04. statt. Am Abend ging es zur Narrenzunft Überlingen, die uns in ihr Zunfthaus eingeladen hat.

Am frühen Morgen des Pfingstsonntag starb unser Ehrenrat und Turmherr Helmut Herzog. Helle, wie er von allen genannt wurde, war ein Blätz mit Leib und Seele. Ein Original ist von uns gegangen und der "Hahneschrei" am Ende des Blätzlerufs für immer verstummt.

2002

Am Dreikönigstag fährt der Rat, der Fanfarenzug und der Laternentanz nach Radolfzell um eine Schuld zu begleichen. Auf dem Marktplatz werden ca. 17 km Fasnachtsbändel dem Zunftmeister der Narrizella Ratoldi übergeben. Die Hauptversammlung der VSAN am 12.-13.01. in Bad Cannstatt ist eine kleine "Wulf Wager Show". Die Wege im Bad Cannstatter Kurgebiet sind kurz und das Begleitprogramm ist Spitze. Beeindruckend ist der Besuch "Hinter den Kulissen der Wilhelma" am Sonntag. Am 21.01. stirbt unsere Blätzlemutter Gertrud Dietrich und wird am 30.01. beigesetzt. Die Anteilnahme der Blätzlebuebe ist groß. Mit Gertrud stirbt die letzte Blätzlemutter der Zunft - eine Ära geht zu Ende. Walter Kaiser tritt in seinen fasnächtlichen Ruhestand und wird Ehrenrat. Nach der Fasnacht geht es wieder ruhiger zu. Am 13.04.2002 ist Landschaftssitzung in Markdorf. Andreas Kaltenbach, Walter Bialoncig und Uli Topka nehmen daran teil.

Die XXV. Tafel der Turmherren am 11. Mai ist sehr gut besucht. Angeführt vom MdB Hans-Peter Repnick, über Horst Sund, Rektor der Uni Konstanz a.D., bis hin zu unserem Landschaftsvertreter Otto Gäng und unserem Narrenfreund Alfred Heizmann ist alles vertreten, was in der Politik, der Wirtschaft und der Fasnacht Rang und Namen hat. Nach einem opulenten Mahl hält Narrenrat Uli Topka einen Multimedia-Vortag über die moderne Fasnachtsforschung und erläutert Trends in der Fasnachtsszene. Alle anwesenden Turmherren bekommen den neu geschaffenen Turmherrenorden. Alfred Heizmann gibt einige Anekdoten zum Besten und beweist damit seine humoristische Extraklasse - und, dass in der Kürze die Würze liegt. Danach werden Herbert Schenk und Karstadt-Direktor Raimund Franke zu Ehrenblätz ernannt. Besonders freuen wir uns über ein Geschenk von Horst Sund (Bild unten links). Er überreicht uns, wie schon in vielen Jahren zuvor, mehrere Fasnachtsbücher, -zeitschriften und -CDs.

Die Ratssitzung am 13. Mai und die vorausgegangene Hauptversammlung der Zunft bringen wieder einige Veränderungen mit sich. Roland Sauter tritt, wie angekündigt, als aktiver Narrenrat zurück. Einstimmig wird er zum Ehrenrat ernannt. Im Verlauf der Sitzung kommt die Aufnahme neuer Narrenräte zur Sprache. Einstimmig wird der letzjährige Aspirant Martin Seidemann in den Rat aufgenommen. Neuer Aspirant wird Markus Häring. Am 29. Mai führt Uli Topka Ehrenräte und Interessierte ins Internet ein. Schwerpunkt ist die Homepage der Blätzlebuebe. Bei Wein (gestiftet von Albert Müller), Vesper (Helle Herzog), Brot (Heinz Hug) und Nachtisch (Gudrun Knab-Topka) plaudern wir bis nach Mittenacht über vielerlei Dinge und Ereignisse. Es werden für die Chronik sehr wichtige Themen im Kreise von Zeitzeugen beleuchtet und für weitere Generationen festgehalten.

Begleitet von strahlendem Sommerwetter, einer deutschen Fußballnationalmannschaft, die bei der WM in Japan und Südkorea die Mannschaft von Saudiarabien mit 8:0 wegputzt und einer bis zum Umfallen spielenden Musikgruppe (die "Talheimer Musikanten") geht unser X. Schnetztorfest am 01. Juni reibungslos und mit vielen zufriedenen Gesichtern über die Bühne. Unser Ehrenrat Peter Müller präsentiert im Uhrengeschoß eine Auswahl seiner Bilder. Die Möglichkeit, die Ausstellung und den Turm zu besichtigen, wird von sehr vielen Besuchern gerne waÜberreichung einer Schwenninger-Hansel Larvehrgenommen. Eine kleine Abordnung der Narrenzunft Schwenningen unter Ehrensäckelmeister Max Glass überreicht unserer Zunft die Maske eines Schwenninger Hansels. Seine besondere Verbundenheit zu unserer Zunft stellte Turmherr Hubert Reimann unter Beweis. Sogar in seinem Urlaub in Landes (Frankreich) dachte er an uns. Am 19.06. durften wir mit ihm ein Stück Atlantikluft im Schnetztor schnuppern. Bei luftgetrockneter, raffiniert gewürzter Schweinebrust, französischem Käse, einem guten Tropfen Bordeaux (rot), einem elsässer Weißwein und deutschem Bier machte so manch einer einen virtuellen Sprung nach Frankreich. Die Rückkehr am nächsten Tag war für den einen oder anderen nicht ganz "problemlos". Letztes Jahr wurden Bädel genäht, und, dass es uns dieses Jahr nicht langweilig wird, wurde beschlossen, dass das Turminnere mal gestrichen werden könnte. Überhaupt wurde im Turminneren einiges erneuert. Eine neue Austellungsvitrine wurde im Uhrengeschoß eingerichtet, ein weiterer Schrank für das Archiv wurde beschafft und der Schrank unter der Treppe aufgestockt.

Am 04.10. findet im Schnetztor eine außerordentlichen Landschaftssitzung statt. Hauptthemen sind die "Stiftung schwäbisch-alemannische Fasnacht", die Präsident Roland Wehrle vorbereitet hat, und die Ergebnisse einer Strukturkommision. Beide Themen werden sehr kontrovers diskutiert. Die Herbstarbeitstagung der VSAN findet in Stetten am kalten Markt statt. A. Kaltenbach, W. Bialoncig und U. Topka reisen auf die raue Alb. Die Stiftungsgründung ist beschlossene Sache und wird am 16.11.2002 im Schloß in Haigerloch besiegelt. Auf Grund eines etwas provokanten Protokolls über die Landschaftssitzung wird unser Zunfti in die "neue" Strukturkommision der VSAN aufgenommen. Der diesjährige Ratsausflug führte uns nach Heilbronn. Am Samstag, den 19.10. durchwanderten wir einen Weinlehrpfad am Wartberg mit sachkundiger Führung. Eine obligatorische Weinprobe mit Vesper schloß sich daran an. Unser Nachtquartier (24 Stunden geöffnet) befand sich in einer "interessanten" Gegend. Am Sonntag umschipperten wir auf dem Neckar mit der MS "Barbarossa" Heilbronn, durchquerten eine Schleuse um dann in Bad Friedrichshall an Land zu gehen. Es war a...kalt. Wärmer wurde es uns im nahe am Neckarufer gelegenen Salzbergwerk. Mit 6 m/s rauschten wir in die Tiefe. 180m unter der Erde tat sich ein gigantisches Netzwerk aus Kammern, die so groß wie Kirchenschiffe sind, und Gängen, deren Gesamtlänge derzeit 800km beträgt, auf. Das muss man gesehen haben. Mit einem "abendlichen Mittagessen" wurde unser Ausflug in der sehr schönen Stadt Bad Wimpfen beendet. Der Ausflug wurde durch unseren BL Walter Bialoncig perfekt organisiert. Am 08.11. findet die ordentliche Landschaftssitzung in Unterägeri statt. Unser ZM und BL vertreten die Zunft und bringen im Gepäck die Zusage mit, dass unsere derzeit im Narrenschopf befindlichen Häser (Wert ca. 10.000 €) der neu zu gründenden Stiftung übereignet werden. Am 09.11. stattet uns eine kleine Abordnung der Narrenzunft Säckingen einen Besuch im Schnetztor ab. Als Gastgeschenk erhalten sie eine aufwendig gearbeitete Blätzlepuppe, die von Rosi Brandt geschaffen wurde. Rosi hatte zum Großen Narrentreffen der VSAN 1972 ca. 50 dieser Püpple geschaffen.

Traditionell besuchten wir am 11.11. den Friedhof. Dieses Jahr galt unser Andenken neben dem Blätzlevatter, der ersten Blätzlemutter und den schon verstorbenen Narrenräten auch der im Frühjahr 2002 verstorbenen Blätzlemutter Gertrud Dietrich. Danach ging's auf Einladung von Peter Müller, dem Sohn unseres Blätlevatters, zu einem schon zur Tradition gewordenen Hock in die Zwitscherstube. Zu einem kleinen Highlight wurde der anschließende "Hock" im Kolpingshaus. Anlaß war nicht dieser närrische Termin, sondern die Tatsache, dass am 11.11.1952 der Narrenrat der Blätzlebuebe-Zunft vom Narrenvatter Ludwig Müller eingesetzt wurde. Nach Adam Riese haben wir an diesem Tag unseren 50 Geburtstag gefeiert. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch unsere neu eingekleideten "Blätzle-Musiggen" (der Name steht noch nicht fest, es handelt sich um unseren "Büeble-FZ" und "FZ"). Uli Topka führte in einer aufwendigen Multimedia-Show auf das Thema hin. Dabei wurde ein kurzer Abriss von der "eventuellen" Entstehung des Blätz, über die Zeit der Zunft unter dem Blätzlevatter bis hin zur Zunftgeschichte in der Ära des Narrenrates geboten. Die beiden ehemaligen ZM Heinz Hug und Peter Längle und der amtierende ZM Andreas Kaltenbach erzählten danach über die Vorkommnisse und Wissenswertes aus ihrer Sicht. Letzter Punkt der Veranstaltung war die Ehrung unseres Ehrennarrenrates Albert Müller, der als einziger noch lebender Gründungsrat für seine Treue der Zunft gegenüber mit einem Präsent bedacht wurde. Eingeschlossen in den Dank war natürlich seine Frau Hedi Müller, die in all den Jahren Albert mehr als üblich zur Seite stand. Das Jahr hatte noch eine weitere Sensation zu bieten. Am 23.11. besuchte uns eine Abordnung der Überlinger Narrenzunft. Die diesjährige Weihnachtsfeier am 7. Dezember fand in stimmungsvollem Rahmen in der Anglerstube statt. Unsere altbewährte "Weihnachts-Combo" (Barbara M., Gabi R., Axel M. und Peter L.) stimmten uns mit Weihnachtsliedern ein. Sogar ein neues Lied war dabei - irgendwas englisches. Danach hielten uns die Engele (Sabine W. und Gudrun K.-T.) wieder unsere kleinen Vergehen vor - jeder bekam mehr oder weniger "sein Fett weg". Gutes Essen und eine besinnliche Rede unseres ZM umrahmten die Feier, die am frühen Morgen ihren Ausklang fand. Das Jahr wurde mit dem Verpacken des Hahneschrei bei unserem Narrenrat Wolfgang Gollwitzer beendet.

2001

Die Hauptversammlung der VSAN fand am 13.-14. Januar in Immendingen statt. Wie fast immer war unsere Zunft mit einer großen Abordnung vertreten. Am 28. April war Landschaftssitzung der Landschaft "Bodensee-Linzgau-Schweiz" in Siebnen (CH). Mit von der Partie war unser Zunftmeister A. Kaltenbach, Narrenrat U. Topka und Narrenrataspirant Michael Kaltenbach. Am 5. Mai wurde das Schnetztor dem Jahresputz unterzogen und gründlich von oben bis unten auf Vordermann gebracht. In der Ratssitzung vom 7. Mai erhalten die beiden Aspiranten (Martin Seidemann und M. Kaltenbach) nicht die notwendige Stimmanzahl, um Teil des Narrenrates zu werden.

XXIV. Tafel der Turmherren am 12. Mai. Hubert Reimann, Immobilienmarkler aus Konstanz, wird zum Turmherr ernannt. Der Schriftführer der VSAN Heinz-Peter Lauinger inspiziert den aktuellen Stand der Fasnachtsforschung und Alfred Heizmann gibt aus seinen Büchern einiges zum Besten.

Das Schnetztorfescht ging dieses Jahr am 2. Juni zum 9. Mal über die Bühne. Die Sonderausstellung "Fasnachtskunst" zeigte, daß das Thema Fasnacht bei vielen Konstanzer Künstlern einen festen Platz hat. Uli Topka besucht am 23. Juni das Narrenschopffest in Bad Dürrheim. In dessen Verlauf wird auch die Fasnachtsdatenbank, die Uli Topka erstellt hat und nun Einsatz im Zentralarchiv der VSAN findet, vorgestellt. Am 14. Juli ist die Narrenzunft aus Triberg Gast im Schnetztor. Am 22. September machte ein großer Teil der Singener Poppele-Zunft bei uns Halt. Der Abend wurde lang und endete mit dem Versprechen, daß die Singener uns in Kürze eine Maske des "Hoorigen Bär" übergeben wollten. Der Ratsausflug vom 29.-30. September führte uns übers Allgäu, die Wieskirche und Oberammergau nach Garmisch-Partenkirchen. Leider lies uns das Wetter im Stich und so wurde aus der geplanten Wanderung "Kultur pur". Am Sonntag ging es zunächst nach Schloß Linderhof, von dort ins Kloster Ettal und dann nach Partenkirchen in den Gasthof Fraundorfer. Dieser "urbayerische Freß- und Sauftempel" war schon allein der Ausflug wert. Der Spätsommer und Herbst waren geprägt von einer beispiellosen Bändelnähaktion. Es mußten aufgrund eines unerklärlichen Bändelschwundes einige Anstrengungen unternommen werden, damit die für unsere Radolfzeller Narrenfreunde versprochenen 17 km Bändel tatsächlich wieder verfügbar waren.

H. Trempa, A. Kaltenbach, R. Sauter, W. Bialoncig und U. Topka nahmen vom 13.-14. Oktober an der Herbstarbeitstagung in Hechingen teil. Hier konnte man unter anderem sehen, daß der neue Vorstand des "Vereins Narrenschopf" sowohl schon einiges bewegt, als auch noch viel vor hat. Der neu gekürte Turmherr Hubert Reimann lud den Narrenrat am 10. Oktober zu einem Imbiß und Umtrunk ins Schnetztor ein. Die Narrenzunft aus Markdorf stattet uns am 27. Oktober einen Besuch ab. Kultureller Höhepunkt ist die Feuergassenführung. Am 9. November fuhr ein Teil des Rates (Kaltenbach, Trempa, Sauter, Topka) nach Radolfzell zur Landschaftssitzung. Unser Betriebi Walter Bialoncig, Ehrenrat Helle und Gardist Elmar fuhren am 10. November an den Hochrhein, nach Säckingen. Dort waren sie die Ehrengäste bei der Fasnachteröffnung im Gallusturm und brachten eine Larve des "Maisenhart-Joggele" als (legales) Mitbringsel mit nach Konstanz.

Der 11.11. ist bei den Blätzlebuebe traditionell der Totenehrung gewidmet. Der Narrenrat plus Ehrenrat erschien fast vollzählig auf dem Hauptfriedhof, um die Erinnerung an den Blätzlevater und die "Blätzleoma", sowie schon verstorbener Narrenräte wach zu halten. Am 16. November standen, wie angekündigt, die Singener Poppele wieder vor dem Schnetztor und hatten den "Hoorigen Bär" dabei. Die Maskenübergabe und der anschließende Hock war von Freundschaft und "Sitzfleisch" geprägt. Der "Hoorige Bär" wird einen Ehrenplatz in unserer Zunftstube erhalten. Am 17. November trafen wir uns im Pulverturm zum Ratshock. Hier mußten wir feststellen, daß man von Salzstängele und Walnüssen nicht satt wird. Das Ende des Jahres wurde mit verschiedenen Weihnachtsfeiern eingeläutet. Der Narrenrat und seine Partner trafen sich am 8. Dezember im Zunftlokal Barbarossa. Ein exklusives Essen, gesinnliche Adventsmusik und der Auftritt der beiden Jahresrückblickengel (Gudrun Knab-Topka und Sabine Wörner) umrahmten die Feier. Schon fast zur Tradition geworden ist das Eintüten des Hahneschrei am 28. Dezember bei Wolfgang Gollwitzer.

 

2000-1990

Der Countdown läuft - Narrentreffen und Jahrtausendwechsel

   
2000

18. - 20.02.2000 Landschaftstreffen der "Landschaft Bodensee-Linzgau-Schweiz" der VSAN in Konstanz.

XXIII. Tafel der Turmherren am 13. Mai. Konrad Frommer, Hauptamtsleiter der Stadt Konstanz, wird aufgrund seiner Verdienste, die er sich während der Vorbereitung auf unser Landschaftstreffen erworben hat, zum Ehrenblätz ernannt.

Das Schnetztorfescht ging dieses Jahr zum 8. Mal über die Bühne. Das Wetter war wie immer grandios. Unser Narrenrat und Künstler Walter Kaiser hatte das Uhrengeschoss in eine Bildergalerie verwandelt, die das Breite Spektum seines Schaffens wiederspiegelte. Viele Konstanzer und Gäste nutzten die seltene Gelegenheit das Schnetztor zu besichtigen und verbrachten ein paar angenehme Stunden in und um das Schnetztor

24.-25.06.2000 Verkaufsstand auf dem Narrenschopffest in Bad Dürrheim.

09. September Treffen mit der Historischen Narrenzunft in Markdorf mit Stadtführung und Zunftmuseumsbesuch.

16.-17.09.2000 Jubiläumsfest unseres Fanfarenzuges in Litzelstetten.

14.-15.10.2000 Herbstarbeitstagung der VSAN in Sigmaringen mit Andreas Kaltenbach, Walter Bialoncig, Roland Sauter, Uli Topka und Anwärter Michael Kaltenbach.

21.-22.10.2000 Ratsausflug in den Schwarzwald mit Spanferkelessen in Unterkirnach, Führung durch das Uhrenmuseum in Furtwangen, Besuch in der "Färbe" (Zunfthaus der Narrenzunft Furtwangen), Empfang durch Präsident der VSAN Roland Wehrle und Geschäftsführer der VSAN Uwe Schreiber. Unterkunft im Hotel in Schönwald. Der zweite Tag führte uns über die Triberger Wasserfälle und einem ausgiebigen Picknick bei St. Georgen nach Konstanz zurück. Sonne pur.

11.11.2000 17.00 Uhr Friedhofsbesuch und anschließender Hock im Barbarossa.

24.11.2000 Landschaftssitzung in Konstanz. Thema: Wiederwahl des Landschaftsvertreters Otto Gäng und seiner Mannen. Vorstellung des Stiftungsmodells durch Präsident Roland Wehrle.

1999

Auch 1999 war von Dreikönig bis Aschermitwoch einiges los. Mit dem neuen Ratsblätz Dieter Wörner wird der Narrenrat weiter verjüngt.

XXII. Tafel der Turmherren am 08.Mai. In einer Zeremonie wurde Landrat Frank Hämmerle in die Runde der Ehrenblätz aufgenommen.

Am Samstag, 05. Juni stieg das 7. "Schnetztorfeschd". Albert Müllers Vertrag mit einer höheren Macht bescherte uns ein traumhaftes Festwetter. Die Sonderausstellung der Konstanzer Puppenbühne von und mit Irmi Wette im Archiv des Schnetztores brachte einen ganz besonderen Flair in dieses alte Gemäuer. Als bleibende Erinnerung daran überließ uns Irmi eine speziell zu diesem Anlaß gefertigte Blätz-Marionette. Die Herbstarbeitstagung der V.S.A.N wurde vom 09.10. - 10.10. in Tiengen abgehalten. Mit dabei war unser Zunftmeister Kaltenbach, unser Betriebsleiter Bialoncig und die Narrenräte Sauter, Topka und Trempa. Am 11.11. findet im Keller des Barbarossa eine außerordentliche Mitgliederversammlung in Hinblick auf das Landschaftstreffen 2000 in Konstanz statt.

1998

Zum neuen Zunftmeister wird im Mai Andreas Kaltenbach gewählt, nachdem Peter Längle für dieses Amt nicht mehr kandidierte. Uli Topka wird neuer Narrenrat.

XXI. Tafel der Turmherren.

6. "Schnetztorfeschd" am 06. Juni 1998

1997

Die Konstanzer Blätzlebuebe-Zunft nahm 1997 an Narrentreffen in Schramberg (Schwarzwald) und Baar in der Schweiz teil. Narrentreffen im Schwarzwald haben stets etwas Familiäres, Urwüchsiges an sich. Hinzu kommt, daß die Schramberger zum Narrentreffen eine Sonderauflage ihrer bekannten "d' Bach na Fahre" durchgeführt haben. Mit einem schönen Umzug nahm das 2-tägige Treffen am 22. Januar ein gelungenes Ende. Zu den Räebegäuggeln in Baar verbindet die Blätzlebuebe eine langjährige Freundschaft. Anläßlich des 50. Jubiläums der Räebefasnacht luden die Baarer am 25. und 26. Januar zum Narrentreffen. Unser Fanfarenzug und einige Ehrenmitglieder haben schon am Samstagabend, die Zunft erst am Sonntag die Baarer besucht. Das für uns ungewohnte in der Schweizer Fasnacht, nämlich die Allgegenwart zahlloser Guggemusik-Gruppen, und die herzliche Aufnahme haben uns Blätzlebuebe sehr berührt. Die frühe Fasnacht hat auch uns einen frühen Zunftball beschert, der am Donnerstag, den 30.01., in den Räumlichkeiten des Hauses zum hl. Stephan stattfand. Mit dem Ergebnis konnten wir zufrieden sein, war doch der Besuch, trotz des Wochentages, besser als beim traditionellen Turnerball einen Tag später. Neu am Blätzleball war die Teilnahmemöglichkeit aller Mäschgerle und nicht nur der Zunftmitglieder. Schon zum 15. Mal gibt es am Vorabend des Schmutzige Dunschdig den Butzenlauf, bei dem die Blätzlebuebe noch nie gefehlt haben. Das farbenfrohe Spektakel aller maskentragender Zünfte aus Konstanz und Umgebung war ein schöner Auftakt in die Fasnacht. Traditionell begann der höchste Feiertag der Konstanzer Fasnacht am Schmutzige Dunschdig mit dem Wecken um 6.00 Uhr, das bei den Blätzlebuebe bis ungefähr um 6.30 Uhr dauert und mit der Aufführung des Laternentanzes auf dem Blätzleplatz endet. Danach geht es zum Frühstücken. Nach ein paar Jahren in der Postkantine mußten wir uns nach etwas neuem umschauen. In der neuen Mensa der Fachhochschule für das Ingenieurwesen haben wir eine neue Bleibe für unser Frühstück gefunden. Der restliche Vormittag des "Schmutzige" war ausgefüllt mit der Schülerbefreiung der beiden ältesten Konstanzer Gymnasien, einem Besuch im Städt. Krankenhaus und der "Erstürmung" der Sparkasse, was nun schon 26 Jahre Tradition hat. Trotz der hervorragenden Bewirtung konnten uns auch die Finanznarren nicht halten. Um 12.00 Uhr ging es ab nach Hause oder ins nahe Schnetztor, wo man sich auf das Nachmittagsprogramm vorbereitete. Das Motto und den Ablauf der nachmittäglichen Aktivität hat unser Chronist Horst Trempa so beschrieben: "Wir zogen los als sogenannte "Kamm-öler", um die Narrengesellschaft Kamelia Paradies auf ihrem Leidensweg über die Marktstätte und durch die Kanzleistraße bis hin ins Paradies zu begleiten. Man muß ihnen da schon Beistand leisten bei einem Unternehmen, welches genaugenommen an Aberwitz nicht zu überbieten ist. Ein Jeder stelle sich vor: Da tobt das närrische Volk, ein Durchkommen scheint nicht möglich. Die Narrenachse Marktstätte, Kanzlei und Paradiesstraße gleicht einem Hexenkessel und genau dahinein stechen diese "Kameler" alljährlich mit einer riesigen Nadel, die da heißt Narrenbaum, und wundern sich, wenn nichts mehr geht. Abgesehen davon haben sie da bereits die alles übersteigenden Aktionen der Blätzlebuebe-Zunft schon mehrfach völlig zum Erlahmen gebracht - und das schon etliche Jahre. Wer solches tut dem gehört der Kamm aber kräftig geölt, die Epiphysenfuge geschmiert und die Fontanellen gesalbt. Mit vereinten Kräften konnte der Narrenbaum doch noch ins Paradies gebracht werden. Ein Dank an die Zunftmitglieder, die ganz toll mitgemacht haben. So fand denn das 111-jährige Bestehen der Kamelia Paradies doch einen würdigen Abschluß." Mit dem alljährlichen, uralten Hemdglonkerumzug am Abend des Schmutzige Dunschdig war dieser Tag noch lange nicht vorbei. Die Narren feierten die Fasnacht bis ins Morgengrauen. Der Freitag ist traditionell tabu, der Fasnachtssamstag ist für uns Blätzlebuebe ohne besondere Bedeutung. Man trifft sich abends zum närrischen Hock; der Fanfarenzug besucht derweil die närrischen Nachbarn in der Umgebung. Am Fasnachtssonntag führte die Blätzlebuebe-Zunft wieder den Umzug an, der erstmals in der Gottlieber Straße anfing und auf dem Döbele endete. Wieder haben über 70 Zünfte und Gruppen die vielen tausend Zuschauer in den Straßen der Altstadt in ihren Bann gezogen. Der Fasnachtsmontag ist für uns Blätzlebuebe seit Jahrzehnten ein Tag der Kinder. Man traf sich um 14.00 Uhr auf dem St. Stephansplatz, wo Ballons, Guetsle und Pfeifle an die Kinder verteilt wurden. Ab 14.30 Uhr bewegte sich dann ein ansehnlicher Kinderumzug durch die Altstadt, um auf der Marktstätte mit dem Wurstschnappen den Höhepunkt zu finden. Viele hundert Servela und Brezelen mußten sich die Kinder von den Stangen der Narrenräte schnappen, die mehr oder wenig wackelig auf dem Trogrand des Kaiserbrunnen standen. Am Fasnachtsdienstag ist tagsüber leider nicht mehr viel los. Doch findet am Abend bzw. nachts mit etlichen "Grablegungen" oder/und Verbrennen von Strohpuppen die Fasnacht ihr Ende. Zu Ehren der 111 Jahre alt gewordenen Narrengesellschaft Kamelia Paradies haben wir Blätzlebuebe ein überdimensionales Dromedar aus Stroh und Holz, gespickt mit Hunderten von Krachern und Heulern, auf dem Blätzleplatz verbrannt. Zuvor wurde von den Laternentänzern ein letztes Mal der Laternentanz aufgeführt. Danach ging es in die "Bürgerstuben", unser Zunftlokal, um für ein Jahr Abschied von der Fasnacht zu nehmen.

XX. Tafel der Turmherren

Die Maiwanderung am 1. Mai und das 5. "Schnetztorfeschd" am 7. Juni bildeten das Zusatzprogramm. Das "Schnetztorfeschd" stand unter dem Motto "Wendelgard - Einzelfigur der Konstanzer Straßenfasnacht", in der der Schöpfer der Polizeiblätzlarve, Gerhard Breinlinger, einen Teil seiner selbst geschaffenen Wendelgardlarve präsentierte.

 1996

 Die Mitgliederversammlung wird auch dieses Jahr wieder am 12.01. im Kolpingssaal abgehalten. Am 20.01. sind wir zu einem besonderen Narrentreffen der Narrenzunft Überlingen in deren Stadt eingeladen. Am "großen Narrentreffen" der VSAN, das in Waldkirch stattfindet, nimmt die Zunft vom 27.-28.01. teil. Der traditionelle Blätzleball steigt am Donnerstag, den 08.02. im Stefanshaus. Am Sonntag, den 11.02. steht noch die Teilnahme am Narrentreffen in Meersburg auf dem Programm. Teilnahme am 14. Konstanzer Butzenlauf (Mi, 14.02), Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Schnurren, Teilnahme am Hemdglonkerumzug, (Do, 15.02), Besuch des FZ bei närrischen Nachbarn (Sa, 17.02) und die Teilnahme am Konstanzer Umzug (So, 18.02.) führen zum Fasnachtsmontag (19.02), an dem der Zunftumzug und das Wurstschnappen am Kaiserbrunnen stattfindet. Das Verbrennen der Fasnacht findet am Fasnachtsdienstag (20.02.) um 19.00 Uhr statt.

XIX. Tafel der Turmherren

Am 1. Mai fand eine Maiwanderung und am 1. Juni das 4. "Schnetztorfeschd" statt.

1995

Mitgliederversammlung am 20.01. im Kolpingssaal. Samstag/Sonntag, den 28.-29.01. Teilnahme am Narrentreffen in Kißlegg. Im Stephanshaus findet am 16.02. der Blätzleball statt. Am Sonntag, den 19.02., geht es zum Narrentreffen nach Markdorf. Am Mittwoch, dem 22.02., ist der 13. Konstanzer Butzenlauf. Vom "Schmutzige" bis Fasnachtsdienstag geht es dann wieder mit dem Wecken, Laternentanz, der Schülerbefreiung, närrischem Treiben auf der Straße, Schnurren, Hemdglonkerumzug, FZ-Besuch der Nachbarn, Teilnahme am Umzug in Konstanz, dem Zunftumzug mit Wurstschnappen weiter und endet mit dem Verbrennen der Fasnacht mit Laternentanz .

XVIII. Tafel der Turmherren

Am 03.06. steigt das 3. "Schnetztorfeschd".

1994

Die Mitgliederversammlung am Freitag, den 21.01., findet im Kolpingssaal statt. Samstag/Sonntag, 29.-30.01 steht die Teilnahme am Narrentreffen in Saulgau auf dem Programm. Am Donnerstag, den 03.02. ist der Blätzleball im Stephanshaus. 06.02. Teilnahme am Narrentreffen in Hirrlingen. Mittwoch, 09.02. Teilnahme am 12. Konstanzer Butzenlauf. Vom "Schmutzige" bis Fasnachtsdienstag geht es dann wieder mit dem Wecken, Laternentanz, der Schülerbefreiung, närrischem Treiben auf der Straße, Schnurren, Hemdglonkerumzug, FZ-Besuch der Nachbarn, Teilnahme am Umzug in Konstanz, dem Zunftumzug mit Wurstschnappen weiter und endet mit dem Verbrennen der Fasnacht mit Laternentanz.

XVII. Tafel der Turmherren

Am Samstag, den 04.06. ist das 2. "Schnetztorfeschd".

1993

Freitag, den 22.01. Mitgliederversammlung im Kolpingssaal.
Sonntag, 31.01. Teilnahme am Narrentreffen in Möhringen.
6. und 7.02. Teilnahme am Narrentreffen in Siebnen.
Dienstag, 16.02. Blätzleball im Unteren Konzilsaal.
Mittwoch, 17.02. ist der 11. Konstanzer Butzenlauf.
Vom "Schmutzige" bis Fasnachtsdienstag standen das Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, närrische Treiben auf der Straße, Schnurren, Hemdglonkerumzug, FZ-Besuch der Nachbarn, Teilnahme am Umzug in Dettingen, der Zunftumzug mit Wurstschnappen und das Verbrennen der Fasnacht mit Laternentanz an.

Michael Reckziegel verlässt den Narrenrat auf eigenen Wunsch. Roland Sauter und Werner Bauer werden in den Narrenrat aufgenommen.

XVI. Tafel der TurmherrenDas "Schnetztorfeschd" wird zum ersten Mal durchgeführt.

1992

Freitag, den 24.01. Mitgliederversammlung erstmals im Kolpingssaal.
Sonntag, 02.02. Teilnahme am Narrentreffen in Bad Cannstadt.
8. und 9.02. Narrentreffen in Triberg.
15. und 16.02. Narrentreffen in Tiengen.
Dienstag, 25.02. Blätzleball.
Mittwoch, 26.02. 10. Konstanzer Butzenlauf.

Vom "Schmutzige" bis Fasnachtsdienstag standen das Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, närrische Treiben auf der Straße, Schnurren, Hemdglonkerumzug, FZ-Besuch der Nachbarn, Teilnahme am Konstanzer Umzug, der Zunftumzug mit Wurstschnappen und das Verbrennen der Fasnacht mit Laternentanz an.

XV. Tafel der Turmherren

1991

Am Mittwoch, den 16.01. Mitgliederversammlung. Der Golfkrieg beendet jäh alle Fasnachtsaktivitäten. Das Jahr 1991 wird als das Jahr der "ausgefallenen Fasnacht" in die Analen eingehen. Andreas Kaltenbach wird in den Narrenrat gewählt.

XIV. Tafel der Turmherren

1981-1990

Das Schnetztor geht seiner Vollendung entgegen

   
1990

Mi, 13.01. Mitgliederversammlung
So, 11.02. Teilnahme am Narrentreffen in Allensbach.
Sa./So. 17./18.02. Internationales Maskentreffen in Willisau.
Di, 20.02. Blätzleball.
Mi, 21.02. 09. Konstanzer Butzenlauf.
Vom "Schmutzige" bis Fasnachtsdienstag standen das Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, närrische Treiben auf der Straße, Schnurren, Hemdglonkerumzug, FZ-Besuch der Nachbarn, Teilnahme am Konstanzer Umzug, der Zunftumzug mit Wurstschnappen und das Verbrennen der Fasnacht mit Laternentanz an.

XIII. Tafel der Turmherren

Am 22. Mai übergibt Heinz Hug sein Amt als Zunftmeister an Peter Längle.

1989

Mi, 11.01. Mitgliederversammlung im "St. Johann" .
Sa./So 21./22.01. Teilnahme am Narrentreffen in Riedlingen.
So 29.01. Fahrt zu den Hexen nach Obernheim.
Di, 31.01. Blätzleball im St. Johann.
Mi, 01.02. Teilnahme am 08. Konstanzer Butzenlauf.
Do, 02.02. Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Teilnahme am Hemdglonkerumzug, Schnurren. Zunftstube im Schnetztor ist offen. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben".
Sa, 04.02. Der FZ besucht die närrischen Nachbarn.
So, 05.02. Teilnahme am Petershäusler Umzug. Närrisches Treiben im Schnetztor und Hock im Zunftlokal Bürgerstuben.
Mo, 06.02. Zunftumzug ab Stephansplatz und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben" und in der Zunftstube im Schnetztor.
Di, 07.02. Laternentanz und Verbrennung der Fasnacht auf dem Münsterplatz. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben".

XII. Tafel der Turmherren

1988

Fr, 15.01. Mitgliederversammlung im "St. Johann" .
Sa./So 23./24.01. Teilnahme am Großen Narrentreffen der VSAN in Offenburg.
So 07.02. Fahrt zu den Cannstatter Küblern nach Cannstatt zum Jubiläum 700 Jahre"Rohrtrunk".
Di, 09.02. Blätzleball im St. Johann.
Mi, 10.02. Teilnahme am 07. Konstanzer Butzenlauf.
Do, 11.02. Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Teilnahme am Hemdglonkerumzug, Schnurren. Zunftstube im Schnetztor ist offen. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben".
Sa, 13.02. Der FZ besucht die närrischen Nachbarn. Kappeobed im Schnetztor ab obends halb achte..
So, 14.02. Teilnahme am Fasnachtsumzug in Konstanz. Närrisches Treiben im Schnetztor und Hock im Zunftlokal Bürgerstuben.
Mo, 15.02. Zunftumzug ab Stephansplatz und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben" und in der Zunftstube im Schnetztor.
Di, 16.02. Laternentanz und Verbrennung der Fasnacht auf dem Münsterplatz. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben".

XI. Tafel der Turmherren

1987

Fr, 16.01. Mitgliederversammlung im "St. Johann" .
So 01.02. Teilnahme am Narrentreffen in Hechingen.
Sa./So 21./22.02. Teilnahme am Großen internationalen Maskentreffen in Baar/Schweiz.
Di, 24.02. Blätzleball im St. Johann.
Mi, 25.02. Teilnahme am 06. Konstanzer Butzenlauf.
Do, 26.02. Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Teilnahme am Hemdglonkerumzug, Schnurren. Zunftstube im Schnetztor ist offen. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben".
Sa, 28.02. Der FZ besucht die närrischen Nachbarn. Kappeobed im Schnetztor ab obends halb achte..
So, 01.03. Teilnahme am Jubiläums - Fasnachtsumzug in Wollmatingen.
Mo, 02.03. Zunftumzug ab Stephansplatz und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben" und in der Zunftstube im Schnetztor.
Di, 03.03. Laternentanz und Verbrennung der Fasnacht auf dem Münsterplatz. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben".

X. Tafel der Turmherren am 09. Mai. Das Essen wurde serviert vom "Officier Maitre Rotisseur" Bertold Siber aus Konstanz.

Michael Reckziegel wurde im November in den Narrenrat gewählt. Klaus Riether wird Betriebsleiter und Zunftmeisterstellvertreter. Er löst Narrenrat Hans Wagner ab.

1986

Fr, 17.01. Mitgliederversammlung im "St. Johann" .
Sa./So 01./02.02. Teilnahme am Narrentreffen in Waldkirch.
Di, 04.02. Blätzleball im St. Johann.
Mi, 05.02. Teilnahme am 05. Konstanzer Butzenlauf.
Do, 06.02. Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Teilnahme am Hemdglonkerumzug, Schnurren. Zunftstube im Schnetztor ist offen. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben".
Sa, 08.02. Der FZ besucht die närrischen Nachbarn. Kappeobed im Schnetztor ab obends halb achte..
So, 09.02. Teilnahme am Fasnachtsumzug in Konstanz. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben" und in der Zunftstube im Schnetztor.
Mo, 10.02. Zunftumzug ab Stephansplatz und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben" und in der Zunftstube im Schnetztor.
Di, 11.02. Laternentanz und Verbrennung der Fasnacht auf dem Münsterplatz. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben".

IX. Tafel der Turmherren

1985

Fr, 11.01. Mitgliederversammlung im "St. Johann" .
So 20.01. Teilnahme am Freundschaftstreffen in Bad Dürrheim.
So 27.01. Teilnahme am Jubiläums-Narrentreffen 125 Jahre Poppele-Zunft in Singen.
Sa./So 02./03.02. Teilnahme am "Goldene Hexefescht" in Offenburg.
Di, 12.02. Blätzleball im St. Johann.
Mi, 13.02. Teilnahme am 04. Konstanzer Butzenlauf.
Do, 14.02. Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Teilnahme am Hemdglonkerumzug, Schnurren. Zunftstube im Schnetztor ist offen. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben".
Sa, 16.02. Der FZ besucht die närrischen Nachbarn. Kappeobed im Schnetztor ab obends halb achte..
So, 17.02. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben" und in der Zunftstube im Schnetztor.
Mo, 18.02. Zunftumzug ab Stephansplatz und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben" und in der Zunftstube im Schnetztor, 19.30 Uhr Brunneneinweihung.
Di, 19.02. Laternentanz und Verbrennung der Fasnacht auf dem Münsterplatz. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben".

VIII. Tafel der Turmherren

1984

Fr, 19.01. Mitgliederversammlung im "St. Johann" .
So 29.01. Teilnahme am Großen Narrentreffen der VSAN in Lindau.
Sa./So 11./12.02. Teilnahme am Freundschaftstreffen in Hornberg.
Sa, 18.02. Blätzleball im St. Johann.
So 26.02. Teilnahme am Jubiläumsumzug der Alet in Allensbach.
Mi, 29.02. Teilnahme am 03. Konstanzer Butzenlauf.
Do, 01.03. Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Teilnahme am Hemdglonkerumzug, Schnurren.
Sa, 03.03. Der FZ besucht die närrischen Nachbarn. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben.
So, 04.03. Teilnahme am Umzug in Konstanz.
Mo, 05.03. Zunftumzug ab Stephansplatz und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben" und in der Zunftstube im Schnetztor.
Di, 06.03. Laternentanz und Verbrennung der Fasnacht auf dem Münsterplatz. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben".

VII. Tafel der Turmherren

1983

Fr, 21.01. Mitgliederversammlung im "St. Johann" .
Sa./So 29./30.01. Teilnahme am internationalen Maskentreffen in Siebnen/Schweiz.
Di, 08.02. Blätzleball im St. Johann.
Mi, 09.02. Teilnahme am 02. Konstanzer Butzenlauf (Narrensprung).
Do, 10.02. Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Teilnahme am Hemdglonkerumzug.
Sa, 12.02. Fasnacht im Schnetztor
So, 13.02. Im Narrenschiff zum Umzug nach Lindau.
Mo, 14.02. Zunftumzug ab Stephansplatz und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben" und in der Zunftstube im Schnetztor.
Di, 15.02. Laternentanz und Verbrennung der Fasnacht auf dem Münsterplatz. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben".

VI. Tafel der Turmherren

1982

Fr, 29.01. Mitgliederversammlung im "St. Johann" .
Sa./So 06./07.02. Teilnahme am Narrentreffen in Gengenbach.
So, 14.02. Teilnahme am Narrentreffen in Meßkirch.
Di, 16.02. Blätzleball im St. Johann.
Mi, 17.02. Teilnahme am 01. Konstanzer Butzenlauf (02. Konstanzer Narrensprung).
Do, 18.02. Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Schnurren, Teilnahme am Hemdglonkerumzug.
So, 21.02. Teilnahme am Fasnachtsumzug in Konstanz. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben" und in der Zunftstube im Schnetztor.
Mo, 22.02. Zunftumzug ab Stephansplatz und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben" und in der Zunftstube im Schnetztor.
Di, 23.02. Platzkonzert, Laternentanz und Verbrennung der Fasnacht auf dem Blätzleplatz. Hock im Zunftlokal "Bürgerstuben".

V. Tafel der Turmherren

1981 IV. Tafel der Turmherren

1971-1980

Die Spaltung und das große Narrentreffen der VSAN

   
1980

Fr, 18.01. Mitgliederversammlung im "St. Johann" .
So, 27.01. Teilnahme am Großen Narrentreffen der VSAN in Weingarten.
Sa./So 02./03.02. Teilnahme am Narrentreffen "Offenburger Hexenfest" in Offenburg.
Di, 12.02. Blätzleball im St. Johann.
Do, 14.02. Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Schnurren, Teilnahme am Hemdglonkerumzug.
So, 17.02. Teilnahme am Fasnachtsumzug in Konstanz. Hock im neuen Zunftlokal "Bürgerstuben".
Mo, 18.02. Zunftumzug ab Stephansplatz und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen. Hock in der Zunftstube.
Di, 27.02. Platzkonzert, Laternentanz und Verbrennung der Fasnacht auf dem Blätzleplatz. Hock im neuen Zunftlokal "Bürgerstuben".

III. Tafel der Turmherren

1979

Fr, 26.01. Mitgliederversammlung im "St. Johann" .
Sa/So, 03./04.02. Teilnahme am Narrentreffen in Bad Cannstatt.
So 18.02. Teilnahme am Narrentreffen in Küssnacht a. R. (Schweiz).
Di, 20.02. Blätzleball im St. Johann.
Do, 22.02. Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Schnurren, Teilnahme am Hemdglonkerumzug.
So, 25.02. Teilnahme am Fasnachtsumzug in Kreuzlingen.
Mo, 26.02. Zunftumzug ab Stephansplatz und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen. Hock in der Zunftstube.
Di, 27.02. Platzkonzert, Laternentanz und Verbrennung der Fasnacht auf dem Blätzleplatz. Hock im "Roten Knopf".

Seit Ostern 1979 dreht sich die neue Wetterfahne, der "Wetter-Blätz", auf dem Schnetztor. Kein übliches Fähnlein und auch kein stilisierter Drache. Weithin sichtbar zeigt ein 1,20 m großer Blätzlebue aus Kupfer, wer den frischen Wind ins Schnetztor bringt. Der Schweizer Grafiker Geny Hotz, von dem auch die Schnetztor-Plakette stammt, hat den Wetter-Blätz entworfen und der Konstanzer Schmiedemeister Werner Sauter hat ihn ausgeführt. Die Räbevätter aus Baar haben dafür 2.000 sFr gestiftet.

II. Tafel der Turmherren am Freitag, den 5. Mai.

1978

Fr, 20.01. Mitgliederversammlung im "St. Johann" .
So 22.01. Teilnahme am Narrentreffen in Tengen.
Fr/So, 27./29.01. Narrentag der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee in Konstanz. Bewirtung des Festzlets am Freitag und Teilnahme am Narrensprung am Sonntag.
Di, 31.01. Blätzleball im St. Johann.
Do, 02.02. Eröffnung der Zunftstube im Schnetztor. Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Schnurren
So, 05.02. Zünftiges Narre z'Nüne und Hock ab 10 Uhr im Schnetztor.
Mo, 06.02. Zunftumzug ab Stephansplatz und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen. Hock in der Zunftstube und im Zunftlokal "Roter Knopf".
Di, 07.02. Laternentanz und Verbrennung der Fasnacht auf dem Blätzleplatz. Hock im "Roten Knopf".

I. Tafel der Turmherren am Freitag, den 6. Mai. Die Tafelrunde verewigte sich auf der ersten Seite des prächtigen, von Meister Gaupmann geschaffenen Gästebuches.

1977

Fr, 14.01. Mitgliederversammlung im "St. Johann" .
So 30.01. Teilnahme am Narrentreffen in Radolfzell.
Sa/So, 05./06.02. Teilnahme am Narrentreffen in Laufenburg.
Di, 15.02. Blätzleball im St. Johann.
Do, 17.02. Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Schnurren
So, 20.02. Teilnahme am Umzug in Kreuzlingen.
Mo, 21.02. Zunftumzug ab Stephansplatz und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen. Hock im Zunftlokal "Roter Knopf" und Schnurren.
Di, 22.02. Laternentanz und Verbrennung der Fasnacht auf dem Blätzleplatz. Hock im "Roten Knopf".

Die Schnetztor-Initiative wird vom Land Baden-Württemberg als "vorbildliche Bürgeraktion 1977" ausgezeichnet. Im November 1977 erkennt das Kultusministerium von Baden-Württemberg dem Schnetztor-Turm die Auszeichnung "Baudenkmal von Nationaler Bedeutung" zu.

1976

Die Narrenzunft "Kübelesmarkt Cannstatt" verklagt unsere Zunft beim Hohen Grobgünstigen Narrengericht zu Stocken auf die Zahlung einer Summe von 1.533.600.- DM. Als angebliche Rechtsnachfolger der Konstanzer Bischöfe soll die Zunft die angesammelten Schulden begleichen.

Zunftmeister Heinz Hug wird von den Südkurier-Lesern zum Konstanzer "Mann des Jahres" 1976 gewählt. Im Beisein von OB D. Helmle, vielen prominenten Gästen und fleißigen Helfern beim Schnetztorausbau nahm Zunftmeister Heinz Hug am 20. Dezember im Insel-Hotel den mit 10.000 DM dotierten "Kurmark-Förderungspreis für die Erhaltung und Pflege landschaftlicher und baulicher Schönheiten" von Herrn Bodenhausen, B.A.T., Hamburg, entgegen.

1975 Das 25-jährige Jubiläum des Fanfarenzuges wird mit riesigem Enthusiasmus und einem enormen Programm gefeiert. Vom 19. bis 27. Juli 1975 organisiert Lothar Reckziegel's Truppe ein Treffen in Konstanz, das von 33 Fanfaren- und Spielmannszügen besucht und mitgestaltet wird. Neben Platzkonzerten und Sternmärschen finden Veranstaltungen im Festzelt (5.000 Personen) auf dem Klein-Venedig-Gelände statt. Am Sonntag, den 27.7., startet ein Umzug mit rund 1.000 Musikanten durch die Konstanzer Altstadt. Zuvor, am 23.7., ging die Weihe der angeschafften Zunftstandarte über die Bühne. Zum Tanz spielten die "Flippers" und die "Kressbronner Dorfmusikanten" auf. Seinerzeit grosse und dementsprechend kostspielige Publikumsmagnete. Das Jubiläum war ein denkwürdiges und rundum gelungenes Ereignis.
1974 Fr, 25.01. Mitgliederversammlung im "St. Johann" .
So 03.02. Teilnahme am Narrentreffen in Meßkirch.
Sa/So, 16./17.02. Teilnahme am Narrentreffen in Weingarten.
Di, 19.02. Blätzleball im St. Johann.
Do, 21.02. Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Schnurren
So, 24.02. Teilnahme am Umzug in Konstanz.
Mo, 25.02. Zunftumzug ab Stephansplatz und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen. Hock im Zunftlokal "Roter Knopf" und Schnurren.
Di, 26.02. Laternentanz und Verbrennung der Fasnacht auf dem Blätzleplatz. Hock im "Roten Knopf".
So, 05.05. Fahrt ins Grüne für alle Blätz mit Sonderzug.
1973 Fr, 26.01. Mitgliederversammlung im "St. Johann" mit Vorführung des Farbtonfilms vom Großen Narrentreffen in Konstanz.
So 28.01. Teilnahme am Narrenumzug in Stockach.
Sa/So, 10./11.02. Teilnahme am Narrenfreundschaftstreffen in Säckingen.
Di, 27.02. Blätzleball im St. Johann.
Do, 01.03. Wecken, Laternentanz, Schülerbefreiung, Schnurren
So, 04.03. Teilnahme am Umzug in Kreuzlingen.
Mo, 05.03. Zunftumzug ab Stephansplatz und Wurstschnappen am Kaiserbrunnen. Hock im Zunftlokal "Roter Knopf" und Schnurren.
Di, 06.03. Laternentanz und Verbrennung vom Märte auf dem Blätzleplatz. Hock im "Roten Knopf".
Sa, 10.11. Hock im "Barbarossa" mit Filmvorführung.
1972

Das Große Narrentreffen schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte 1972 findet in Konstanz statt.

Samstag, 15.1.1972: Alle Vorbereitungen waren getroffen, das Große Narrentreffen konnte beginnen. Der Tag fing mit dem Transport und dem Aufstellen des Narrenbaums durch die Zimmermannsgilde Stockach an. Um mit dem Baum trotz seiner 35 m Länge durch die engen Altstadtgassen fahren zu dürfen, beantragten wir beim Rechts- und Ordnungsamt die Durchfahrtserlaubnis für einen Handwagen. Die Fahrt des "Handwagens" bereitete viele gewollte und ungewollte Schwierigkeiten, z.B. war es äußerst kompliziert, das lange Gefährt um die Ecke Obermarkt-Kanzleistraße zu bugsieren, so daß dabei mehrere Begrenzungspfähle und Fensterscheiben unter dem Jubel und Gelächter der Zuschauer zu Bruch gingen. Der Narrenbaum wurde letztendlich mit viel Lärm und Allotria auf der Marktstätte aufgerichtet. Im Verlauf des Vormittags trafen die einzelnen Zünfte nacheinander mit Bus oder Bahn in Konstanz ein. Sie wurden von der französischen Regimentskapelle und von unserem Fanfarenzug musikalisch empfangen und bekamen von hübschen Hostessen einen Willkommenstrunk gereicht. Die Zunftbetreuer, die von sämtlichen Konstanzer Narrengesellschaften und den Kreuzlinger Bodanesen gestellt wurden, begleiteten die Narren in ihre Stammquartiere. Die Narrenzunft Bräunlingen wollte ihren Stier im Festbüro abliefern. Nach längerem Suchen fanden wir einen Platz für ihn in "Engstlers Biergarten", wo er angebunden wurde. Am Nachmittag waren auf allen Plätzen der Stadt Brauchtumsvorführungen verschiedener Narrenzünfte zu sehen, wobei die ,,Hexenverbrennung" der Offenburger Hexenzunft am Abend besonders eindrucksvoll war. Um 20 Uhr waren das Präsidium sowie alle Zunftmeister mit Ehefrauen und zahlreiche Ehrengäste zu einem Abendessen im "Sankt Johann" auf Kosten der Blätzlebuebezunft eingeladen. Anschließend sorgten Helmut Faßnacht und Karle Maurer für närrische Hochstimmung. Auch auf dem Narrenschiff im Hafen, im fast überfüllten Festzelt auf dem Döbele und in allen Gaststätten herrschte bis zum Morgengrauen bei Wein, Weib und Gesang ein tolles Narrentreiben.

Sonntag, 16.1.1972: Nach dem gutbesuchten Festgottesdienst in St. Stephan, bei dem sich vier kleine Blätzlebuebe im Häs als Ministranten betätigten, war um 10 Uhr auf der Insel Mainau im weißen Saal des Schlosses der Zunftmeisterempfang mit vielen prominenten Ehrengästen (u.a. Graf Bernadotte, Gräfin Sonja, Ministerpräsident Filbinger, der französische General Roudier, Professor Dahrendorf, Landrat Dr. Göbel, Oberbürgermeister Dr. Helmle). Heinz Hug führte wie ein Profi durch das Programm, das vom Fernsehen und vom Rundfünk übertragen wurde und großen Beifall fand. Den Gästen wurden Wein, belegte Brötle und Brezele serviert. Graf Bernadotte wollte die Kosten für die Bewirtung als Hausherr übernehmen, die Stadt wollte "es sich aber nicht nehmen lassen, für diese Kosten aufzukommen". Später tauchte allerdings dieser Betrag in der Rechnung an die Zunft wieder auf!

Der große Narrensprung
Das Aufstellungsgebiet des Umzugs war der Raum Seestraße, Hebelstraße, Eichhornstraße, Mainaustraße mit den Nebenstraßen. Die Umzugsspitze war an der Sternenplatz-Unterführung. Der Abmarsch erfolgte pünktlich um 14 Uhr nach drei Böllerschüssen. Beinahe wäre der ganze Umzugsplan über den Haufen geworfen worden, denn um 13.45 Uhr meldete ein anonymer Anrufer bei der Feuerwehr, daß die Gaststätte "Obere Sonne" in Flammen stehe. Gott sei Dank erwies sich alles als ein von einem psychopathischen Fasnachtsgegner ausgelöster blinder Alarm. Alsbald wälzte sich ein gewaltiges Heer von annähernd 10000 Narren aus 62 Zünften auf dem 7 km langen Umzugsweg durch die Straßen der Altstadt und belebten diese mit zahllosen farbenprächtigen Fasnachtshäsern und Masken, mit dem rhythmischen Schellen der G'schellnarren oder mit dem Absingen von Narrensprüchen. Zunftgruppen mit bis zu 500 Hästrägern hüpften im Narrenschritt und viele von ihnen hatten natürlich großen Spaß am Strählen der hübschen Mäschgerle am Straßenrand. Besonders bewundert wurden die waghalsigen Hexen, die akrobatisch fast an den glatten Wänden bis zu den Fenstern der oberen Stockwerke hochkletterten und mit den Fensterguckern ihre derben Späße trieben. Verschiedene Zünfte führten prächtige Zunftwagen, Narrenkäfige oder Narrenbäume mit. 50 Blaskapellen, 26 Fanfarenzüge und 1 Guggenmusik sorgten für Stimmung bei den - nach Schätzung der Polizei - etwa 120000 Zuschauern, die ein Riesenspektakel erlebten und begeistert mitfeierten. Erstaunlich war, daß der Zug sich relativ reibungslos und ohne allzulange Staus fortbewegte, es war jedoch wegen der unheimlich hohen Teilnehmerzahl nicht zu vermeiden, daß der Narrensprung ca. 4 Stunden dauerte und die Blätzlebuebe, als gastgebende Zunft am Zugende laufend, erst bei Dunkelheit die Ehrentribüne vor der Sparkasse erreichten. Bewundernswert waren die Zuschauer, die bei schönem, aber saukaltem Wetter so lange ausharrten. Am Ende des Narrentreffens waren alle Beteiligten müde, aber glücklich über die in jeder Hinsicht erfolgreich verlaufene Großveranstaltung. Wir freuten uns, trotz hoher Unkosten einen Überschuß von annähernd 35000 DM an zwei soziale Einrichtungen der Stadt spenden zu können. Wie großartig unser Großes Narrentreffen 1972 auch bei der Presse ankam, zeigte sich z.B. im Abschlußbericht des SÜDKURI FR, den ich hier auszugsweise wiedergebe:

"Das Narrentreffen war für Konstanz die größte Veranstaltung der Nachkriegszeit; vom Zuschauer-Interesse her wurden sogar die berühmten Konstanzer Seenachtsfeste in den Schatten gestellt... Von den auswärtigen Gästen viel bewundert wurde die Konstanzer Straßendekoration... Die mit der Durchführung des Narrentreffens betraute Blätzlebuebe-Zunft hat die beinahe zu groß erscheinende

Aufgabe ... glänzend bewältigt ... Am Ende der beiden närrischen Tage von Konstanz gab es nur ein einziges Urteil: Es war eines der schönsten Narrenfeste im alemannischen Raum. Ganz gewiß dürfte es in Zukunft schwer sein, die hier gesetzten Maßstäbe zu übertreffen ... Die vergangene Fasnacht ist zu einem Stück Narrengeschichte geworden."

Abschließend möchte ich anmerken, daß die Organisation und Durchführung dieser Mammutveranstaltung eine große Energieleistung erforderte, besonders wenn man bedenkt, daß der Narrenrat damals nur aus sieben Mitgliedern bestand.

1971

Die Fasnachtsstimmung wurde in diesem Jahr durch einige für die Zunft sehr unerfreuliche Vorkommnisse getrübt. Weil es mir eigentlich zuwider ist, vergangene Fehlentwicklungen, die inzwischen ziemlich in Vergessenheit geraten sind, unbedingt wieder ins Gedächtnis zurückzurufen und abgeklungene Mißstimmungen u. U. wieder neu zu provozieren, hätte ich das Jahr 1971 am liebsten in meinem Bericht ausgelassen. Aber mir wurde rasch klar, daß dies nicht möglich und eine sachliche Information über das damalige Geschehen unumgänglich ist. Hauptgrund für die bedauerliche Entwicklung war - das möchte ich voraussehicken - das bei gewissen "Narren" leider oft feststellbare Geltungsbedürfnis, gepaart mit tierischem Ernst. Schon 1970 deuteten einige Anzeichen auf Absonderungswünsche einer zunächst noch kleinen Gruppe innerhalb des Narrenrats und der Zunft hin. Eine größere Anzahl Latementänzer wurde von Polizeiblätz Albrecht Kuttruff aus der Latementanzgruppe - gegen den Willen des Narrenrates - ausgeschlossen. Er und sein Anhang sonderten sich immer mehr ab, sowohl am "Schmutzige" als auch bei den Narrentreffen und sonstigen Anlässen. Bald kam es sogar zu Beleidigungen und Diffamierungen, die möglicherweise mit der Verbitterung des Polizeiblätz darüber, daß er nicht zum Zunftmeister gewählt wurde, zu erklären sind. Aus diesen Gründen verlangte schließlich die Mehrzahl der Narrenräte den Ausschluß von Kuttruff aus dem Narrenrat, da eine Zusammenarbeit mit ihm nicht mehr möglich war. Um eine Spaltung der Zunft mitten in den Vorbereitungen auf das große Narrentreffen mit evtl. katastrophalen Folgen zu verhindern, versuchte ich noch, eine klärende bzw. versöhnende Aussprache der Kontrahenten zu erreichen. Leider ohne Erfolg. Albrecht Kuttruff, Alois Ritsche und Roland Stehle traten am 02. März 1971 aus der Zunft aus und gründeten unter dem Namen "Freie Konstanzer Blätz" eine neue Zunft. Gegen eine Zunftneugründung wäre nichts einzuwenden gewesen, wenn nicht - wie leider geschehen - das gleiche Häs, das gleiche Zunftsymbol (Hahn) und die gleichen Bräuche (z.B. Laternentanz unter dem Namen Lichtertanz, anfänglich Fasnachtsverbrennung am Dienstag usw.) mit nur ganz geringfügigen Veränderungen verwendet worden wären. Zum Glück blieben die meisten Blätzlebuebe unserer Zunft treu und es gelang (besonders durch Helle Herzogs Einfluß), den größten Teil des FZ bei der Stange zu halten. Im Laufe der Jahre wuchs Gras über die ganze Sache und beide Zünfte lassen inzwischen gegenseitig eine gewisse Toleranz walten, was gut ist für unsere schöne närrische Konstanzer Straßenfasnacht.

Gott sei Dank ist von jener ominösen Fasnacht 1971 auch von etwas Erfreulichen zu berichten, nämlich von dem gelungenen Auftritt der Narrenräte am Schmutzige Dunschtig als 5 Mann-Olympia-Renn-Tretroller und vom Olympia-Super-Renn-Ruder-Vierer der Frauen in Anspielung auf das bevorstehende Olympiajahr 1972.

Vorbereitung auf das Große Narrentreffen 1972
Das Große Narrentreffen in Konstanz stand bevor. Somit galten alle unsere Aktivitäten im Jahr 1971 der Vorbereitung dieses Großereignisses. Durch den Austritt von drei Narrenräten und durch die Abdankung des Zunftmeisters war das Narrenratsgremium auf acht Personen zusammengeschrumpft, und das ausgerechnet in der arbeitsintensiven Vorbereitungszeit auf das Große Narrentreffen. Besonders wichtig war es deshalb, daß wir alle zusammenhielten: Narrenrat, Fanfarenzug, Latementanz und viele begeisterungsfähige Blätzlebuebe. Mit Energie und Optimismus gingen wir ans Werk. Bald liefen die Vorbereitungsarbeiten auf vollen Touren. Jede Woche wurden ein bis zwei Sitzungen durchgeführt, in den beiden letzten Wochen vor dem Narrentreffen fand sogar jeden Tag eine Sitzung statt. Jeder Narrenrat erhielt ein bestimmtes Aufgabengebiet zugeteilt, für das er zuständig und verantwortlich war. Unzählige Punkte waren zu besprechen, alles mußte termingerecht erledigt werden, so z.B. die Einladung der Zünfte, Übernachtungsmöglichkeiten für auswärtige Teilnehmer (Hotels, Gaststätten, Privatquartiere, Massenquartiere in Turnhallen usw.) Über Sonderzüge wurde mit der Bundesbahn verhandelt. Dekorationsmaterial mußte besorgt werden. Viele Blätzlefrauen nähten wochenlang täglich, oft bis nach Mitternacht, über 26 km (!)Stoffgirlanden. Mehrere Schulen erklärten sich bereit, im Werkunterricht Riesenmasken (insgesamt 40) für die Dekoration der Stadt zu basteln. Verhandlungen mit verschiedenen städtischen Behörden, mit der Polizei und mit dem Präsidium der Vereinigung über den Verlauf und über die Absperrung des Umzugsweges und über organisatorische und finanzielle Fragen wurden geführt. Gerade diese Verhandlungen erwiesen sich oft als äußerst schwierig. Auch eine Menge personeller Fragen war zu klären: Können genügend Leute für die zahlreichen Aufgaben gewonnen werden? Wir brauchten eine große Anzahl von Kassierern, Umzugsordnem, Zunftbetreuern, Dekorationshelfem, Programmverkäufern, Täfelebuben, Hostessen usw. Alle mußten entsprechend über ihre Aufgaben informiert werden. Eine Festschrift, Programme, Festabzeichen und Plakate (nach meinem Entwurf) wurden hergestellt. Verkauf und Vorverkauf der Festplaketten mußten geregelt werden: Vorverkauf durch Verkehrsbüro und Geschäfte, Verkauf am Umzugstag an Straßensperren und durch "fliegende Kassierer". Für Werbung in Presse, Rundfunk und Fernsehen mußten gesorgt werden. Die Narrengesellschaften von Konstanz und Umgebung wurden um Mithilfe gebeten und alle sagten zu, ein erfreuliches Zeichen der freundschaftlichen Verbundenheit. Als Helfer beim Installieren der Dekoration stellten sich zur Verfügung: Soldaten der französischen Garnison, das Technische Hilfswerk, die Stadtwerke, die Feuerwehr und natürlich auch viele Blätzlebuebe unter Leitung von Narrenrat Peter Serpelloni. Ein Festzelt wurde durch den FZ besorgt und aufgestellt, ein ,,Narrenschiff" wurde bei der Bundesbahn gechartert und von Frauen der Blätzlebuebezunft bewirtet. Sollte sich durch den Festabzeichenverkauf trotz vermutlich hoher Unkosten ein Uberschuß ergeben, so beschloß man, diesen Betrag für einen sozialen Zweck zu spenden, und zwar zu zwei Dritteln an die Bildungsstätte für behinderte Kinder (Caritas) und zu einem Drittel an den neuen Kindergarten im Stockackerweg (Evangelisches Hilfswerk). Natürlich erlebten wir auch unangenehme Überraschungen. Entgegen vorher gegebener Zusage wollten die Polizeibehörde und das Regierungspräsidium Freiburg das Errichten von Verkaufsstellen für die Eintrittsplaketten an den Zugangsstraßen zur Altstadt verbieten. Der Durchgangsverkehr, auch für Fußgänger, müsse absolut freigehalten werden und dürfe nicht nur nach der Entrichtung einer Art ,,Mautgebühr" freigegeben werden. Wäre dieses Verbot aufrechterhalten worden, hätte sich für das Narrentreffen ein gewaltiges Defizit ergeben, und die Stadtverwaltung war nicht ohne weiteres bereit, eine Ausfallbürgschaft zu übernehmen. Dadurch, daß sich die Zunft bereiterklärte, einen möglichen Reinerlös für einen guten Zweck zu spenden, sah sich die Polizeibehörde unter dem Druck der öffentlichen Meinung und der Presse gezwungen, das Absperrverbot zu widerrufen. Auf sämtliche damals entstandenen Fragen und Probleme einzugehen, würde den Rahmen dieses Kurzberichtes sprengen. Im "Hahneschrei" von 1971 sind folgende Zahlen vermerkt: 62 000 Meter Nähmaschinenfaden haben in 607 Stunden nächtlicher Arbeit fleißige Frauen und Blätzlebuebe für 26 000 Meter Stoffgirlanden vernäht. Dafür sind 650 Kilo Stoffreste verwendet worden. 8000 Maskenträger werden am Festzug teilnehmen, davon wollen 2300 ein Bett haben. Die Narren kommen aus 62 Zünften. Für die Zünfte werden 62 einheimische Zunftbetreuer und 62 Täfelebuebe gebraucht. 50 Blaskapellen und 26 Fanfarenzüge sowie 1 Guggenmusik umrahmen den Festumzug. 7300 Meter lang ist der Umzugsweg, den 100 zusätzliche Polizisten behüten. 1000 Stück Matratzen und 2000 Stück Wolldecken der Bundeswehr liegen in den Gemeinschaftsquartieren. 3 Stunden dauert etwa der Umzug (er dauerte leider bis in die Dunkelheit) 50 000 Zuschauer müßten "drin" sein (es waren laut Polizeiangaben etwa 120000). Jedenfalls sind 60000 Plaketten aufgelegt (das waren viel zu wenig) usw. .

1961-1970

Die Zunft trauert um ihren Gründer und Blätzlevatter, der Blätzlebrunnen entsteht

   
1970 Die Hauptattraktion am Schmutzige Dunschtig dieses Jahres war das Auftreten der Zunft als große Zigeunergruppe auf der Marktstätte. Ein Bauhüttenwagen der Firma Serpelloni wurde in einen Zigeunerkarren verwandelt und mit löchrigen Kesseln, bunter Wäsche und alten Teppichen behängt. Wirklich echt aussehende Zigeunerkostüme wurden vom Theaterfundus besorgt; künstliche Bärte und schwarze Langhaarperücken vollendeten die Verkleidung. Es traten Kesselflicker, Teppichhändler, Messerschleifer, Wahrsagerinnen usw. auf. Auch ein fahrbarer Grillrost wurde mitgeführt, auf dem zur Gaudi der Zuschauer nicht nur Würste und Steaks, sondern auch Zwiebeln, Knoblauch, Luftballons, alte Socken und anderes Lumpenzeug gegrillt wurden. Qualm und Gestank waren umwerfend und wenig umweltfreundlich. Am Fasnachtssonntag führten wir den großen Konstanzer Narrenumzug wie stets mit 300-400 Blätzlebuebe an. Am 1.4.1970 trat unser Zunftmeister Hermann Adelmann aus Gesundheitsgründen zurück. Er leitete die Zunft sieben Jahre lang vorbildlich und hat sich große Verdienste erworben. Zum neuen Zunftmeister wurde Franz Kuster gewählt.
1969 Am 8./9.Februar fand in Stockach ein Narren-Freundschafts-Treffen statt. Die Blätzlebuebe-Zunft beteiligte sich wie in all den Jahren zuvor, mit einer großen Gruppe bei prächtigem Wetter am Umzug durch die Straßen des alten Narrenstädtchens. Am Schmutzige Dunschtig zeigten sich die Ratsfrauen unter dem Motto "Badespaß vor 100 Jahren" in "reizvollen" grünen Badeanzügen und Bademützen, Modell 1869, als Schwimmschülerinnen auf den Straßen und Plätzen der Altstadt Konstanz. Auf einem Wagen war ein "Galgen" befestigt, an dem die "Schülerinnen" mit Hilfe eines Bauchgurts einzeln hochgezogen wurden. Sie hingen dann freischwebend in der Luft und wurden von der Bademeisterin (Mirle Hug) in den richtigen Schwimmbewegungen unterwiesen. Das ganze Schauspiel war für die Zuschauer sicher sehr lustig, für die Frauen jedoch äußerst anstrengend. Sie hielten aber tapfer durch, ein Zeichen ihrer ausgezeichneten Kondition. Am Fasnachtssonntag zog die Zunft bei eiskaltem Wind dem Umzug in Kreuzlingen voraus. Am Fasnachtsmontag beteiligte sich eine unübersehbare Schar junger Mäschgerle an unserem Narresome-Umzug mit anschließendem Wurstschnappen. Die bisherige, etwas makabre Form der Fasnachtsbeerdigung am Dienstag durch das Hinablassen eines kleinen Glassarges mit dem "Märte" in den Keller des Zunftlokals "Roter Knopf" erschien uns nicht mehr närrisch genug. Statt dessen bauten wir einen überlebensgroßen Blätz, der in seinem Innem eine riesige Anzahl von Knallkörpern barg. Dieser Riesenblätz wurde abends am Blätzleplatz angezündet. Fast eine halbe Stunde lang flogen die Knallfrösche und Heuler den vielen Zuschauern krachend, zischend und pfeifend um die Ohren, bis nur noch ein Häufchen Asche von der Figur übrigblieb.
1968

Am 27./28. Januar 13./14. Januar 1968 nahm die Zunft am Großen Narrentreffen der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte in Stuttgart-Bad Cannstatt teil. Wir Blätzlebuebe waren vom Ambiente des Festes ziemlich enttäuscht: In den Lokalen war nichts los, viele waren sogar geschlossen, nirgends Musik, kein Tanz, keine Fasnachtsdekoration. Ein langweiliger Festabend trug ebenfalls nicht dazu bei, die Stimmung zu heben. Wir nahmen uns vor, das Große Narrentreffen 1972 in Konstanz ganz anders und viel besser zu inszenieren. Beim Blätzleball am 20.2. im "Barbarossa" wurden zum ersten Mal unsere wunderschönen Verdienstorden "Großer Blätz" in Gold, Silber und Bronze für langjährige Mitgliedschaft in der Blätzlebuebe-Zunft (40, 30 oder 20) Jahre verliehen.

Der Schmutzige Dunschtig 1968 (22.02.) war für die Blätzlebuebe-Zunft ein ganz besonderer Freudentag. Es war der Tag der Enthüllung und Inbetriebnahme des langersehnten Blätzlebrunnens. Unsere langjährigen Bemühungen hatten endlich zum Erfolg geführt. Der in Entwurf und Ausführung bestens gelungene Brunnen war fertiggestellt und stand auf dem Blätzleplatz, was natürlich für uns ein Grund war, ein hochnärrisches Fest zu veranstalten. Zum Auftakt um 14.30 Uhr spielten unser Fanfarenzug und der Musikzug des französischen 129. Infanterieregiments mit flotten Märschen auf. Die humorvolle Ansage der einzelnen Programmnummern übernahm Heinz Hug, Zunftmeister Adelmann sprach die Begrüßungsworte und übergab den Brunnen an die Stadt. Hierauf folgte unter Ho-Narro-Rufen die Enthüllungszeremonie. Originell kostümierte Brunnenpflegerinnen übernahmen die Brunnenreinigung, Staffelläufer mit Fackeln und einem Eimer mit nicht unbedingt umweltfreundlichem "Kaltbrunner Quellwasser" trafen ein. Nach einem Böllerschuß wurde der Brunnen durch den Oberbürgermeister und Ehrenblätz Dr. Bruno Helmle in Betrieb gesetzt und an die Bürgerschaft übergeben. Hunderte von bunten Luftballons stiegen in die Höhe, teilweise mit Gutscheinen für eine Bodensee-Rundfahrt versehen. Gammler (verlotterte Faulenzer, eine damalige Zeiterscheinung) umlagerten den Brunnen (Elefanten AG). Die zahlreich erschienenen Zuschauer waren von dem Schauspiel begeistert. Am nächsten Tag wurde von uns eine Metallbülse mit Urkunde, Münzen, Spendenliste, HAHNESCHREI usw. im Brunnenschacht eingemauert.

Am Fasnachtssonntag beteiligten wir uns am großen Narrenumzug in Konstanz, wie üblich mit hunderten von Hästrägem. Die Fasnacht 1968 klang am Fasnachtsdienstag aus mit der Einladung der Zunft durch General Duchatelle und durch das 129. Infanterieregiment in der Jägerkaseme. Es wurde ein feuchtfröhlicher Nachmittag mit den französischen Soldaten bei Bier, Brezeln und Tanz.

1967

Am 14./15. Januar nahmen die Blätzlebuebe an der ,,Räbefasnacht" in Baar am Zuger See teil. Die überaus freundliche Aufnahme und Betreuung durch die Räbe (=Rüben) Gäuggel führte zu einer engen Freundschaft mit dieser Zunft, die bis heute bestehen blieb. Außerdem beteiligten wir uns am Freunschaftstreffen in Engen. Für den Schmutzige Dunschtig 1967 hatten wir uns eine tolle Fasnachtsidee einfallen lassen, nämlich den Zirkus Blätzolini - Menschen, Viecher, Serpelloni. Auf der Marktstätte zogen wir vor einer großen Zuschauermenge eine Super-Sensations-Show ab. Eine Attraktion folgte auf die andere: Kunstradfahrer, Clowns, Kraftartisten, Pferdedressur, Bärentanz, der sprechende Esel, der indische Feuerschlucker, Seiltänzer, Parterre-Akrobaten und abschließend ein großes Finale. Bei jeder Nummer applaudierte das Publikum begeistert - ein Riesenerfolg! Am Fasnachtssonntag Teilnahme am Kreuzlinger Narrenumzug.

Die erfolgreiche Spendenaktion für den Blätzlebrunnen (Bausteine zu 250 u. 500 DM) erbrachte mehr als 10.000 DM an Spenden. Weitere 10.000 DM spendete die Sparkasse Konstanz. Somit war die Hälfte der Baukosten zusammengekommen. Die andere Hälfte übernahm die Stadt. Das Preisausschreiben über die Gestaltung des Brunnens gewann der Bildhauer Ernst Thomann aus Emmendingen. Nach seinem Modell sollte der Brunnen bis zur Fasnacht 1968 fertiggestellt sein. Der sogenannte Hertie-Platz sollte dann in Blätzle-Platz umbenannt werden.

1966

Zum Auftakt der Fasnacht 1966 nahm der Narrenrat an der Jahreshauptversammlung der Schwäbisch-Alemannischen Narrenzünfte am 15./16. Januar in Pfullendorf teil. Wegen des Glatteises beschloß man, mit dem Zug dorthin zu fahren, ein Entschluß; den man am Ende sicherlich bereute. Die Rückfahrt am Abend glich nämlich einer Odysee. Man fuhr planmäßig in Pfullendorf ab, die Stimmung war bestens. Doch plötzlich, einige Kilometer vor der Bahnstation Schwackenreute, blieb der Schienenbus stehen. Der Dieselkraftstofl war ausgegangen. Der Zugführer mußte die ganze Strecke bis zur nächsten Station zu Fuß zurücklegen, um nach Pfullendorf telefonieren zu können, man solle sofort Dieselöl heranfahren. Die Ratsplätz warteten im allmählich eiskalt werdenden Waggon. Die Stimmung sank wie die Temperatur unter den Nullpunkt. Um nicht elendiglich zu erfrieren blieb nichts anderes übrig als auszusteigen und sich durch Freiluftgymnastik einigermaßen warm zu halten. Nach über einer Stunde Wartezeit kam endlich der Bähnler mit einem Mopedle und einem Kanisterle voll Dieselkraftstoff angetuckert. Daß dieser Tropfen Sprit nicht einmal zum Anfahren ausreichte, versteht sich von selbst. Also fuhr der Bähnler wieder zurück nach Pfullendorf. Nach erneutem Telefonat kam nach einer weiteren halben Stunde ein Fahrzeug, das wenigstens soviel Kraftstoff geladen hatte, daß man damit bis nach Pfullendorf zurückrollen konnte. Dort wurde der Schienenbus (ebenso die halberfrorenen Blätz) endlich vollgetankt und die feuchtfröhliche Heimfahrt nach Konstanz verlief - außer der enorm verspäteten Ankunft - ohne weitere Pannen. Merke: Blätzlebuebe sind hart im Nehmen und zeichnen sich stets durch außerordentliche Fitness und unwahrscheinlicher Kondition aus.

Im Sommer 1966 wurde die Zunft von einem schweren Schlag betroffen. Im August verstarb der Gründer, Organisator und Leiter der Zunft, unser Blätzlevatter Ludwig Müller, nach kurzer schwerer Krankheit. Im damaligen Hahneschrei (es war übrigens die erste Ausgabe unseres Zunftblattes) stand aus diesem Anlaß folgender Nachruf über meinen Vater:

„Am 19. August verstarb unser lieber Blätzlevatter Architekt Ludwig Müller kurz vor Vollendung seines 81. Lebensjahres. Sein Tod hat uns mit großer Trauer erfüllt, denn wer ihm viele Jahre nahe sein durfte, spürte wie groß der Verlust ist, der unsere Zunft traf. Mit seinem Tode ist Konstanz und ganz besonders die Konstanzer Fasnacht um eine der ausgeprägtesten Persönlichkeiten beraubt. Ihm allein verdanken wir, daß die Gestalt des Konstanzer Bätzlebue nicht wie viel Althergebrachtes sang- und klanglos in Vergessenheit geriet. Als Bub trug er vor der Jahrhundertwende ein Blätzlehäs, das ihm seine Mutter nach altem Vorbild und Überlieferung nähte. Nach dem ersten Weltkrieg waren nur noch einzelne Häs in Konstanz vorhanden, und es war abzusehen, wann auch das letzte verschwunden sein würde. Mit gleichgesinnten Narrenfreunden gründete Ludwig Müller 1934 die Blätzlebuebe-Zunft und setzte sich all die Jahre bis zu seinem Tode für die Erhaltung und die Verbreitung des alten Brauchtums ein. Seine Mühe und seine Liebe waren nicht umsonst, denn er durfte miterleben, wie die Zunft größer wurde und immer festere Formen annahm. Sein Andenken kann nicht besser gewahrt werden, als durch die Erhaltung der Zunft und die Weitergabe des alten Brauchturus an unsere Kinder."

Zum Jahr 1966 ist noch zu erwähnen, daß erstmals an alle Zunftmitglieder die große Jahresmarke, der sogenannte Bierdeckel, ausgegeben wurde.

1965

Die Zunft nahm in diesem Jahr am Narrentreffen der Rölli-Butzen in Siebnen (Schweiz) und am Narrentreffen der Altfischerzunft in Laufenburg mit jeweils großer Abordnung teil. In Siebnen wurden erstmals unsere neuen Zunftfahnen mitgeführt. Am Nachmittag des Schmutzigen Dunschtigs zogen wir auf einem Wagen eine riesige Blätzlefigur durch die Stadt. Sie war auf einem Sockel montiert und stellte einen fahrbaren Blätzlebrunnen dar. Der Wasserstrahl des Brunnens wurde durch ein ehemaliges Brandschutz-Pumpen-Spritzle erzeugt. Zwei "Feuerwehrmänner" (Heinz Hug und Hans Wagner) hatten zwar schon am Vormittag ihren "Brand" tüchtig gelöscht, hielten aber trotzdem tapfer auf ihrem Posten an der Spritze durch und ließen den Brunnenblätz kräftig auf die Zuschauer hinunters ... . Es war eine Saugaudi !

Das Jahr 1965 brachte für die Blätzlebuebe aber leider auch ein sehr betrübliches Geschehnis: Hadwig Müller, die Ehefrau des Blätzlevatters und meine Mutter, verstarb am 2. Juni kurz vor Vollendung ihres 75. Lebensjahres. Im Nachruf des SÜDKURIER war u.a. zu lesen: "Für viele Blätzlebuebe kam die Nachricht vom Hinscheiden ihrer lieben Blätzle-Oma recht unerwartet. Sie war zusammen mit dem Blätzlevatter Ludwig Müller in den Jahren 1934,1935 und 1936 am Aufbau der Konstanzer Blätzlebuebe-Zunft maßgebend beteiligt. Keine Arbeit war ihr zuviel und immer stand sie der Zunft und den einzelnen Blätzlebuebe zur Seite, wenn diese fraulichen Rat brauchten. Selbst im Alter war sie immer hilfsbereit und blieb dem Blätzlevatter eine stete Helferin und Beraterin."

1964 Die Zunft fuhr mit 120 Blätz in einem Sonderzug nach Offenburg, wo die Hexenzunft das Große Narrentreffen durchführte. Alle Teilnehmer waren von der ausgezeichneten Gestaltung des Festes begeistert. Während und nach der Fasnacht 1964 tauchte zum ersten Mal die Idee auf, einen Blätzlebrunnen auf der Marktstätte oder auf dem Obermarkt zu errichten. Im Sommer und Herbst 1964 wurde im SÜDKURIER eine größere Anzahl von Leserbriefen veröffentlicht, in denen der Vorschlag gemacht wurde, den Kaiserbrunnen auf der Marktstätte in einen Blätzlebrunnen umzugestalten. Die Blätzlebuebezunft griff diese Idee natürlich sofort auf, setzte sich jedoch für den Obermarkt als Standort ein. Der Blätzlevatter fertigte aus Pappe ein Modell vom Obermarkt mit einem Entwurf des Blätzlebrunnens in der Mitte des Platzes und überreichte das Modell Herrn Oberbaurat Kölsch im Rathaus. Stadtverwaltung und Kulturausschuß verhielten sich anfänglich dem Projekt gegenüber eher ablehnend. Wir ließen aber nicht locker und leisteten hartnäckige Überzeugungsarbeit, besonders Betriebsleiter Heinz Hug, bis schließlich fast alle Parteien im Stadtrat unser Vorhaben unterstützten. Im Herbst des Jahres 1964 wurde die Zunft von einem harten Schlag getroffen. Am 21.10.1964 verstarb nach längerem schweren Leiden unser Ehrenzunftmeister Hugo Stuhler, der an der Seite des Blätzlevatters die Zunft von 1950 bis 1963 als Zunftmeister vorbildlich geleitet hatte. Am 11.11.1964 wurde Peter Müller in den Narrenrat gewählt.
1963 Zunftmeister Hugo Stuhler, der die Zunft neben dem Blätzlevatter seit 1950 hervorragend geleitet hatte, trat aus gesundheitlichen Gründen zurück und wurde zum Ehrenzunftmeister ernannt. Zum neuen Zunftmeister wurde einstimmig Hermann Adelmann gewählt.
1962 Der Blätzlevatter wurde beim Blätzleball durch eine Abordnung des Grobgünstigen Narrengerichts Stockach zum Laufnarren geschlagen, wofür er sich mit einem geistreich-närrischen Gedicht bedankte. Am Fasnachtsmontag haben wir nach dem Zunftumzug den Konstanzer Narresome erstmals mit einem Wurstschnappen am Kaiserbrunnen überrascht. Dieses Wurstschnappen war ein großer Erfolg und wird seither jedes Jahr durchgeführt. Es ist längst ein fester Bestandteil des närrischen Brauchtums in Konstanz geworden.
1961 Nach dem Wecken am Schmutzige Dunschdig und dem anschließenden Morgenkaffee bei der Blätzlemutter begaben sich die Narrenräte, die Fanfarenzügler und die Laternentänzer zum Empfang beim Blätzlevatter in sein Häusle am Rheinsteig. Nicht weniger als 55 Flaschen Bier, 2 Flaschen Schnaps, 55 Würste (Serbele) und 3 Laibe Brot wurden innerhalb einer Stunde bei diesem sogenannten "Morgeschrei" verdrückt. Bravo !

1951-1960

Die Zunft "explodiert"

   
1960 Teilnahme am großen Narrentreffen der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte in Singen mit über 400 Hästrägern. Im März fuhren wir mit einer kleinen Abordnung und mit dem Fanfarenzug zum Umzug der FAKOWI nach Winterthur.
1959 25 Jahre waren seit der Gründung (1934) der Blätzlebuebe-Zunft durch den Blätzlevatter vergangen. Dieses Jubiläum wurde am Mittwoch vor dem Schmutzige Dunschdig in der ,,Oberen Sonne" natürlich ausgiebig gefeiert. Dabei wurden die Lachmuskeln der Blätzlebuebe gewaltig strapaziert, und zwar durch hoorige Sketche wie z.B. ,,Männerquartett" oder ,,Blinddarmoperation" und durch den urkomischen Auftritt eines Männer- (Damen) Sambaballetts oder durch die Vorführung eines musikalischen Clowns, eines Kunstschützen, eines Tangotänzers mit Puppe usw. Die meisten Konstanzer Narrengesellschaften und viele schwäbisch-alemannische Narrenzünfte waren durch Abordnungen vertreten und überbrachten Glückwünsche und Geschenke. Am Fasnachtsonntag nahm die Zunft mit etwa 250 Blätzlebuebe am Umzug in Kreuzlingen teil. Zum Ausklang der Fasnacht 1959 wurde am Fasnachtsdienstag um 24 Uhr vom Blätzlevatter auf dem Obermarkt erstmals eine Strohpuppe verbrannt, ein Brauch, der nach einer Unterbrechung zwischen 1962 und 1968 erst an der Fasnacht 1969 in wesentlich größerem Rahmen wieder aufgenommen wurde.
1958 Eigendlich sollte wieder ein großer Fasnachtsumzug in Konstanz durchgeführt werden. Doch, wie immer, herrschte Ebbe im Stadtsäckel und die Stadtväter erklärten sich im Gegensatz zu 1954 und 1956 - außerstande, einen Beitrag zur Finanzierung der Umzugswagen und -gruppen zu leisten. Der Umzug wurde deshalb schon am 11.11.1957 abgesagt. Da kam der Blätzlevatter auf die großartige Idee, einen Kinder- und Jugendumzug aufzuziehen. Es gelang ihm, alle Narrenvereine und die Eltern der Kinder, vor allem aber die Schulleiter und selbstverständlich die Kinder und Jugendlichen selbst dafür zu begeistern. Textilfirmen (z.B. Stromeyer, Herose und Straehl) stifteten Stoffe für die Kostüme. Daheim und im Werk- und Handarbeitsunterricht der Schulen wurde fleißig genäht und gebastelt. Somit war garantiert, daß ein Riesenumzug mit phantastischen Gruppen entstehen konnte. Ich selbst entwarf das Umzugsplakat. Über den Umzug am Fasnachtssonntag berichtete der Südkurier unter der Überschrift "Prächtiger Umzug der 2000 Kinder": ,,Der Blätzlevatter hatte eine ausgezeichnete Idee - und die Konstanzer Kinder verwirklichten sie mit Freuden: Einen Fasnachtsumzug der Jugend! Die Buben und Mädchen waren trotz des nicht gerade freundlichen Wetters mit heller Begeisterung dabei. Alle Nationen und Völker waren vertreten, Mondbewohner und Marsmenschen waren zu sehen, lebende Plakatsäulen, Mondraketen, Bankräuber, lebende Kartoffelsäcke und Narrensamen. Herrliche Märchengruppen lösten sich mit großen Scharen von Blätzlebuebe, Klepperlen, Hemdglonkern, Laugelegumpern, Bese- und Zwiebelwibern ab. Viel Beifall erntete ein Künstler auf dem Hochrad, der von Kollegen begleitet wurde, die wahre Ungestüme von phantastischen Rädern fuhren, die zum Teil alte Fäßer als Ersatz räder hatten oder mit ausschwenkbaren Lenkstangen und Sätteln versehen waren. Eine Unmenge von Hexen, jungen Elefanten, Fabeltieren, Japanern, Neger und Steppenbewohnern, Beduinen, Arabern, Juden, bärtigen Seeräubern und ganze Gruppen aus einem Wilhelm-Busch-Album folgten. Reizende Schneewittchen und Ballonverkäuferinnen, Insekten, Waschwiber und Zigeunerinnen, alte Damen in Rokokotrachten aus der Zeit der Jahrhundertwende sah man. Die unbeschwerte Fröhlichkeit der Kinder wirkte ansteckend, so daß alle Gruppen und Grüppchen mit starkem Beifall überschüttet wurden und die Kinder mit noch ausgelassenerer Fröhlichkeit reagierten und dankten. Der Blätzlevatter Ludwig Müller hatte sich auch alle Mühe gegeben und es sei ihm und allen anderen Mitwirkenden ganz herzlich gedankt. Alle Fenster in den Straßen, die der Zug wählte, waren dicht besetzt und an den Straßenrändem, auf der Markstätte, am Bodanplatz und auf der Laube stauten sich die Massen der Zuschauer". 55 verschiedene Gruppen marschierten mit, 4 Musikkapellen und 3 Fanfarenzüge, der FZ der Blätzlebuebezunft, als hübsche Damenkapelle verkleidet, begleiteten den Unzug und erfreuten mit flotten Weisen.
1957 Das wichtigste Ereignis für die Zunft war in diesem Jahr der Eintrag ins amtliche Vereinsregister. Als eingetragener Verein war künftig unser offizieller Name: Konstanzer Blätzlebuebe-Zunft e. V. Damit war u. a. die für die Zunft wichtigste Voraussetzung geschaffen, edlen Spendern eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt ausstellen zu können.
1956 Die Zunft beteiligt sich am großen Narrentreften der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte in Riedlingen mit ca. 100 Blätzlebuebe und Fanfarenzug. Alle waren von dem herzlichen Empfang und der einmalig schönen Dekoration des Städtchens hell begeistert und dementsprechend herrschte eine tolle Stimmung. Wir beschlossen, von nun an jedes Jahr mindestens an einem Narrentreffen teilzunehmen. Beim Blätzleball in der ,,Oberen Sonne" traten die Narrenräte bei einer urkomischen Modenschau als super-sexy Mannequins (heutzutage Models genannt) auf. Es war ein Riesenerfolg. Seither sind die Auftritte der Narrenräte, der Ratsfrauen, ganz besonders aber des Fanfarenzuges in oft sensationeller Kostümierung beim Blätzleball nicht mehr wegzudenken. Am Fasnachtssonntag fand der zweite große (wieder wie 1954 teilweise aus dem Stadtsäckel finanziert) Fasnachtsumzug in Konstanz statt. Es ist fast nicht zu glauben, wenn man in der Zunftchronik des Blätzlevatters liest, daß die Zunft mit dem Zunftwagen trotz grimmiger Kälte (minus 20) mit nicht weniger als 700 Blätz (!) an der Spitze des Zuges durch die Straßen und Gassen der Stadt gezogen sei. Ob da der Blätzlevatter nicht ein wenig übertrieben hat? Jedenfalls war es eine imposante Demonstration, die zeigte, wie stark damals die Konstanzer Straßenfasnacht und vor allem die Blätzlebuebezunft wieder aufblühte.
1955 In diesem Jahr übernahm die Zunft nach dem Wecken am Schmutzige Dunschdig die Befreiung des Humboldt-Gymnasiums, der Handelsschule und der Gewerbeschule. Um das Schnurren in den Lokalen zu fördern, brachten wir erstmals einen von mir entworfenen "Schnurrorden" in Form eines Plastikblätzes mit aufgedrucktem Zunftsymbol heraus, den wir an besonders originelle Mäschgerle oder Gruppen als Anerkennung verteilten. Wir erzielten damit den von uns erhofften Erfolg und bringen deshalb seitdem jedes Jahr einen solchen Schnurrorden heraus.
1954 Die Narren waren sich einig: Endlich sollte in Konstanz ein großer FASNACHTSUMZUG stattfinden. Die Stadtverwaltung unterstützte diese Bestrebungen und ließ alle Narrenpräsidenten und bildenden Künstler im ,,Barbarossa" zusammenrufen. Sie sollten Ideen nach dem Motto ,,Schlag auf Schlag(er)" entwickeln und Entwürfe für die entsprechendenen Umzugsgruppen anfertigen. Meine Frau und ich entwarfen den Wagen der Blätzlebuebe-Zunft: ein 4 m hoher Hahn wurde mit Dachlatten und Maschendraht plastisch geformt, mit Stoff überzogen und mit dem Blätzlemuster bemalt; an den 4 Wagenecken waren aufgebrochene Rieseneier aufgestellt, aus denen Hahnenküken als Symbole des Narrensamens ausschlüpften. Mit diesem monumentalen Hahnenwagen führten die Blätzlebuebe den prächtigen Umzug an und ernteten stärksten Beifall bei Publikum und Presse. Am 11.11.1955 wurde Heinz Hug, unser späterer Zunftmeister, in den Narrenrat aufgenommen.
1953 Der Polizeiblätz trat erstmals mit Roß und Maske beim Laternentanz auf. Der Fanfarenzug bekam grüne Fanfarentücher, und die Narrenräte erhielten ihre Ratsmützen und Ratshemden. Diese Hemden wurden mit den Emblemen aller damals bestehenden Narrenvereine bemalt, um dadurch deutlich zu machen, daß wir alle Konstanzer Narren aus sämtlichen Stadtteilen gerne bei uns aufnehmen, wenn sie bei uns mitmachen möchten.
1952

Trotz des damals sehr niedrigen Mitgliedsbeitrages war der Säckelmeister in der Lage, 8 Fanfaren und 6 Trommeln anzuschaffen. Damit war aus der kleinen, kaum auffallenden Musikgruppe endlich ein zünftiger Fanfarenzug entstanden. Der erste Fanfarenmeister war Egon Hornung. Er baute den FZ weiter aus und hat ihn als ausgezeichneter musikalischer Leiter viele Jahre lang dirigiert.

Am 11. 11.1952 wurde der Narrenrat (zunächst als Neunerrat) gegründet. Ihm gehörten an:

Ludwig Müller, Blätzlevatter
Hugo Stuhler, Zunftmeister
Hermann Adelmann, Betriebsleiter
Albert Müller, Säckelmeister
Franz Kuster, Schriftführer
Walter Rünzi, Reiseleiter
Ernst Heinzle, Vergnügungsrat
Ernst Störk, Fundusverwalter
Josef Fischer, Archivar

Beiräte ohne Stimmrecht waren:
Egon Hornung, Fanfarenmeister
Josef (Beppi) Kretz, Polizeiblätz
Gertrud Dietrich, Blätzlemutter

Als erste Aufgabe nahm sich der Narrenrat die Abfassung von Zunftstatuen vor. Diese gelten - nach einigen späteren Änderungen - noch heute.

1951 Beim großen Narrentreffen der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte in Stockach konnte die Blätzlebuebe-Zunft aufgrund der stark gestiegenen Mitgliederzahl die größte Umzugsgruppe stellen. Im selben Jahr wurde der Bezirksdelegierte der ehem. französischen Besat-zungsmacht André NoëI, der ein großer Freund und Förderer der Konstanzer Fasnacht und unserer Zunft war, zum Ehrenblätz ernannt.

1946-1950

Die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg

   
1950 1950 nahmen wir am Narrentreffen in Radolfzell mit ca. 400 Blätzlebuebe teil, erstmals unter Anführung von zwei Trommlern, Helle Herzog und Waldemar Langenstein (noch keine Fanfaren). Damit war der Grundstein zur Bildung unseres Fanfarenzuges gelegt. Im selben Jahr wurde zum ersten Mal ein Blätzleball in der "Oberen Sonne" veranstaltet und fand bei unseren Mitgliedern großen Anklang.
1949 Das Fasnachtsgetriebe lief auch in diesen beiden Jahren auf Hochtouren. Die Zunft konnte allein im Jahr 1949 einen Zuwachs von 300 Blätz verzeichnen.
1948 Zum Glück gelang es den Behörden im vergangenen Jahr 1947 nicht, das Fasnachtsverbot durchzusetzen, und sie hoben dieses folgerichtig wieder auf. Schon am "Schmutzigen Donnerstag" schnurrte alles, was Beine hatte, in den Straßen und Lokalen der Stadt; die Ausgelassenheit kannte trotz aller Entbehrungen der Nachkriegszeit keine Grenzen. Am Abend zogen Hunderte von Schülern im wiedererweckten Hemdglonkerumzug durch die närrisch dekorierten Gassen der Niederburg. Am Fasnachtssonntag fand ein großer Narrenumzug statt, bei dem die Blätzlebuebe-Zunft mit etwa 100 Hästrägern an der Spitze des Umzugs teilnahm.
1947 Inzwischen war ich aus der Kriegsgefangenschaft, zwar halbverhungert aber sonst unversehrt, zurückgekehrt. Im Januar deuteten alle Anzeichen auf eine zünftige Fasnacht 1947 hin und ich freute mich schon riesig darauf. Aber welche Enttäuschung! Die deutschen Behörden (nicht die Franzosen!) erließen ein striktes Fasnachtsverbot. Trotzdem ließen sich einige Unentwegte nicht abschrecken und zogen einzeln oder in kleinen Gruppen kostümiert durch die Straßen der Stadt. Auch ich wagte mich im Blätzlehäs auf die Marktstätte und wunderte mich, daß französische Soldaten bei meinem Anblick ausriefen: "Le coq, le coq!" (= Hahn). Sie hatten intuitiv den Ursprung unserer Verkleidung (Hahnenhäs) erfaßt.
1946 Nach dem Kriegsende wurde Südbaden und damit auch die Stadt Konstanz einer französischen Militärregierung unterstellt. Dem damaligen Oberbürgermeister Knapp war ein französischer Militärgouverneur übergeordnet. Natürlich wagte unter diesen Umständen damals kaum jemand zu hoffen, daß Fasnachtsumzüge und Maskentreiben in den Straßen und Lokalen der Stadt erlaubt werden würden. Trotzdem begaben sich mein Vater (Vater von Peter Müller), der Blätzlevatter und der Leiter der Konstanzer Polizei, Major Ecker, zum Gouverneur und versuchten, ihn mit vereinten Kräften von der Harmlosigkeit unseres alten Fasnachtsbrauchtums zu überzeugen. Nach anfänglich ablehnender Haltung ließ dieser sich schließlich doch halbwegs umstimmen und erklärte: "Eigentlich erlaube ich die Fasnacht nicht, aber ich verbiete sie auch nicht direkt." Der Blätzlevatter und Ecker mußten die ganze Verantwortung übernehmen und wurden für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung haftbar gemacht. Damit war mehr erreicht als erwartet. Ein Aufruf durch Zeitungsinserate zum Mitmachen an der Fasnacht war nicht möglich. Durch Weitersagen von einem Blätz zum andern gelang es aber, eine größere Anzahl Blätzlebuebe, darunter auch unseren heutigen Zunftmeister (Stand: 1990) Heinz Hug, zu aktivieren. Am Fasnachtsdienstag kam sogar ein kleiner Umzug in den Gassen der Altstadt zustande. Gott sei Dank kam es nie zu Zwischenfällen mit den französischen Besatzungssoldaten. Alle Narren erwarteten zuversichtlich das uneingeschränkte Wiederaufleben der Konstanzer Fasnacht im folgenden Jahr.

1932-1945

Gründungsjahre, Aufnahme in die VSAN und der 2. Weltkrieg

   
1945 Nach Ende des Krieges und Rückkehr aus der Gefangenschaft bewegte uns trotz Hunger und Not manchmal die Frage: Wird die Fasnacht wiedererstehen und wird es jemals wieder die Konstanzer Fasnacht geben, in ihrer überlieferten Form und jahrhundertealten Tradition mit Blätzlebuebe, Hansele, Hemdglonkern und den vielen bunten Mäschgerle, mit Schnurren, Umzügen und Narrenkonzerten ?
1939-
1945
Der 2. Weltkrieg. Natürlich war die Fasnacht während dieser leidvollen Zeit verboten. Die meisten Blätzlebuebe wurden zum Kriegsdienst einberufen. In diesen schweren Jahren blieb der Blätzlevatter mit seinen "Buebe" verbunden und schickte ihnen so manches Feldpostpäckle mit nützlichen Dingen, die er aus der Zunftkasse und aus der eigenen Tasche finanzierte.
1939 Die Zahl der Zunftmitglieder stieg auf über 200 an. Es gab einen ersten Versuch zur Aufstellung eines Fanfarenzuges mit 2 Trommlern und 2 Bläsern.
1938 Es wurde für uns ein großes Erfolgsjahr. Zum ersten Mal nahm die Zunft an einem Narrentreffen in Überlingen teil, und zwar mit bereits 72 Hästrägern. In diesem Jahr wurde erstmals der Laternentanz durchgeführt. Allerdings in etwas anderer Form als heute. Am 4. Dezember 1938 fand in Donaueschingen die Hauptversammlung der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte statt. Unsere Freude kannte keine Grenzen, als es hieß: Die Konstanzer Blätzlebuebe-Zunft ist in die älteste Vereinigung aufgenommen.
1937

Mit Peter Müller traten etwa 40 neue Blätzlebuebe in die Zunft ein. Der Beitrag betrug 50 Reichspfennig. Die Zunft begann zu wachsen und zu gedeihen. Der Durchbruch war geschafft. Der glückliche Blätzlevatter entwarf das Zunftemblem, den Hahnenkopf über dem Konstanzer Wappen und verfaßte unseren Narrenspruch:

»Blätzlebuebe eins, zwei, drei,
gond vum erschte Hahneschrei
Gäßle uf und Gäßle ab,
klopfet alle Winkel ab,
strähled Mädle, Wieb und Ma,
strähled alles drum und dra,
sufed wa so kunt dezue,
Narro, Narro Blätzlebue.
Ho Narro!«

1936 Große Enttäuschung. Nicht eine einzige Neuanmeldung! Peter Müller, der Sohn von Ludwig Müller, schnitt unverdrossen nach einer Pappendeckelschablone Blätzle für sein Häs, denn sein 10. Geburtstag stand bevor. Ludwig Müller rührte eifrig die Werbetrommel und seine Frau stand allen mit Rat und Tat beim Hässchneidern zur Seite. Peter Müller warb eifrig unter seinen Klassenkameraden für die Blätzlebuebezunft.
1935 Trotz Werbung in der Zeitung gab es nur 3 Neuaufnahmen.
1934 Es war soweit! Ludwig Müller, Fritz Miehle, Walter Straehl, Karl Summ, Rudi Ganter, Dr. Schorp, Alfons Senn, Heinz Müller, Josefine Vollmar und Lina Rick schlossen sich zur »Konstanzer Blätzlebuebezunft« zusammen. Die Hästräger liefen beim Konstanzer Fasnachtsumzug mit. Sie wurden vom Publikum aber für Überlinger Hänsele gehalten.
1933 Noch waren es nicht genug Hästräger, um eine Zunft zu gründen.
1932 Der Blätzlebue war so gut wie aus dem fasnachtlichen Konstanz verschwunden. Ludwig Müller, der spätere Blätzlevatter, hatte den Wunsch, eine Blätzlebuebe-Zunft zu gründen, um diese alte, prächtige Konstanzer Fasnachtsgestalt neu zu beleben. Er animierte Freunde und Bekannte, sich ein Blätzlehäs anzufertigen, für das seine Frau, Hadwig Müller, den Haubenschnitt und einen Musterblätz zur Verfügung stellte und dazu eine Beschreibung, wie das Häs auszusehen habe.

vor 1932

Das unorganisierte Vorleben des Blätzlebue

   
um 1928 Im Buch "Konstanzer Fasnacht" von Herbert Hofmann ist ein Bild eines Konstanzer Blätzlebue mit einem Konstanzer Hansele zu finden.
1907 (...) Wie haben die Glocken gezürnt und gelacht über den Schellen der Hanswurste und Kindsköpfe, die um die Fastnacht ihre Pritschen schwangen und im Hanselschritt tanzend das seltsame Lied dazu sangen: Narro, narro sibo si, ...
1896 Im Buch "Geschichte der Stadt Konstanz und ihrer Umgebung : ein Hausbuch für Leser aller Stände" von Joseph Laible werden "Bletzlibuben" und Hansele erwähnt. Es findet sich auch der alte Konstanzer Narrenspruch "Narro, Narro, siebosie ...".
1887 In einem Inserat der Konstanzer Zeitung wird 1 Bletzlebub für einen 9-10 jährigen Knaben angeboten. Zu diesem Zeitpunkt wird schon wie selbstverständlich vorausgesetzt, daß jeder weiß, was ein "Blätlzbueb" ist.
um 1885 Lilly Braumann-Honsell beschreibt in ihrem Buch "Kleine Welt - Große Welt !" die Konstanzer Fasnacht. Darin erwähnt sie, wie sie Mitte der 1880er Jahre am Fasnachtsdienstag immer als althergebrachter Blätzlebub durch die Straßen sprang und dabei "Narro, Narro sibo sibo, ..." sang. Der Schreibweise des Blätzlebub ist deswegen mit "ä", weil das Buch, aus dem das Zitat stammt, erst 1938 geschrieben wurde. Aus dem "e" wurde im Laufe der zeit das "ä".
1860 Auf einem Plakat anläßlich der Sigmaringer Fasnacht 1860 ist eine dem Blätzlebueb verwandte Figur abgebildet. Anordnung der Glöckchen, die Pritsche, Größe und Anordnung der Blätz sind alles Attribute des heutigen Konstanzer Blätz. Statt der Haube trägt diese Figur eine Halbmaske und einen Spitzhut. Um den Hals trägt er eine gezaddelte Halskrause. Das Plakat ist eine Anlage im Buch über die Sigamringer Fasnacht, das 1983 erschienen ist.
19. Jh. Im Buch "Badisches Volksleben im 19. Jahrhundert" von Elard Hugo Meyer werden Blätzlebuben erwähnt. Das Buch ist eine wahre Fundgrube betr. badisches Brauchtum im 19. Jahrhundert. Eine Kopie steht im Archiv der Konstanzer Blätzlebuebe-Zunft.
um 1825

In einer Skizze zum Buch "Der Jude" von Karl (Carl) Spindler, die Spindler "Fas'nachtstreiben zur Zeit des Konstanzer Konzils" nennt, beschreibt er einen Umzug, der stark an die Umzugsbeschreibung des Jahres 1778 erinnert. Er schreibt: "Nach dieser erfreulichen Augen- und Magenweide ergötzte doppelt eine schwer knarrende und von bebänderten Ochsen gezogene Guggelfuhre (Lastwagen), angefüllt mit den närrischten Masken aller Art. Man sah da langbärtige Türken, charakteristische jüdische Handelsleute, grinsende Mohrengesichter und laut kläffende Bullenbeißer, denen man zerzauste Haarhauben auf die Köpfe gestülpt hatte. Ein lustiges Gesindel, bestehend aus einer großen Zahl von Hanselen, Dominos, Bletzlebuben, Laufnarren und Gaukelspringern, machte hier, rad- und purzelbaumschlagend, schellend und rasselnd, schreiend und jauchzend das Gefolge und ebnete dem Herold des zweiten herrlichen Prunkwagens, der FRAU VENUS, den Weg"

Im Buch "Der Jude" steht dann an gleicher Stelle folgendes: "Nach dieser Augen- und Magenlust ergötzte doppelt die schwere, knarrende und von bebänderten Ochsen geleitete Guggelfuhre, angefüllt mit den possierlichsten Mummereien, mit langbärtigen Türken, kinnwackelnden Judenköpfen, verzerrten Mohrengesichtern und kläffenden Bullenbeißern, denen man zerzauste Haarhauben auf die grämlichen Gesichter gestülpt hatte. Ein lustig Gesindel von Thorhänsen und Gaukelspringern machte hier radschlagend, purzelbäumend, schellend, rasselnd und in den höchsten Tönen des Stimmengejauchzes quinkelierend das Gefolge und zugleich den Herold der größten Pracht des Zuges, des herrlichen Hofes der FRAU VENUS, wie ihn die schlichte Sage schildert."

1778 K I/11 Lf. Nr 21 1 Fasz./46 (24.1.1778): Beschrieb eines von den Studenten und Bürgern gestalteten Fasnachtsumzugs. Er hat das Motto "Ein aufgesetzter masghirter Umzug darstellend die umgekehrte Welt mit ihren fünf Sinnen". Neben unzähligen Kostümierten tritt auch der "Hans Wurst" zu Pferd auf. (UT, 2003)
1973 Constanz, den 16. Jenner 1773. In einem "Extrablatt aus dem Kaiserl. Königl. Zeitungs Comptoir" heißt es: "... Nur sind verunstaltende und ekelhafte Masquen, gleich wie auch jene, welche die Leibesgestalt ganz verdecken, als Riesen, Zwerge, Kästen, Zuckerhüte usw., nicht weniger die Vorstellungen des welschen, italienischen, Theaters, nemlich "Arlequins", Possenreißer, Hanswurste, und "Policinellen", Policchinella: auf der ital. Schaubühne eine Charakterolle von satyrischem Geiste und burleskem Aussehen, ein Hanswurst, eigends untersagt. Ferner soll niemand sich auf der Gasse zu Fuß mit der Larve vor dem Gesicht betretten lassen."
1517/18 Im Konstanzer Münster, an der Empore, zieren die "Konstanzer Buben" den Bogen über dem Hauptportal. Einer davon könnte das Abbild eines Urahns der Blätzlebuebe sein. Er trägt eine Gugel. Das Oberteil ist sorgfältig mit dachziegelförmigen Blätzle besetzt.

Herzlichen Dank an unsere Förderer